Testberichte aus dem Archiv
ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2013

Beißringe
Kein Durchbruch

Zahnen tut weh. Wenn die ersten Zähnchen durchbrechen, versuchen Babys den Schmerz zu lindern, indem sie auf harten Gegenständen herumkauen. Beißringe sind dafür ideal. Allerdings nicht alle: Zwei Produkte färben ab, in etlichen haben die Labore problematische Schadstoffe gefunden.
In den ersten Monaten erforschen Babys ihre Umgebung mit dem Mund. Alles wird genüsslich abgelutscht und auf seine Beschaffenheit hin untersucht: Mamas Bluse, der Fuß der Lieblingspuppe, Papis Daumen. Wenn sich die ersten Zähnchen zeigen, haben die Kleinen dazu noch das dringende Bedürfnis, auf allem herumzukauen, was ihnen in die Finger kommt. Babys, die in dieser Phase nichts zum Beißen kriegen, können schnell quengelig werden.
Vieles was sich die Kleinen schnappen, gehört eigentlich nicht in den Mund. Aber zumindest Babyspielzeug sollte diesbezüglich unproblematisch sein. Ist es jedoch häufig nicht. Das zeigen unsere Tests immer wieder. Und auch die Briefe unserer Leser. So schrieb beispielsweise Nadine Schade, die ihrem Sohn (4 Monate) eine Kinderwagenkette aus Holz gekauft hatte: "Er mag sie sehr, leider habe ich festgestellt, dass die Kette abfärbt. Er nimmt die Holzteile natürlich in den Mund - danach war das Kinn voller roter Farbe."
Eine Alternative können Beißringe sein. Glaubt man den Anbietern, sind sie so ziemlich das Sicherste, was sich ein Baby in den Mund stopfen kann. Das wollten wir überprüfen und haben 14 Produkte eingekauft, darunter neben konventionellen Kunststoff- und Holzmodellen auch ein Produkt aus Naturkautschuk sowie eines aus unlackiertem Birkenholz. Im Labor wurde untersucht, ob Schadstoffe enthalten sind und ob sich Farben oder Kleinteile lösen können.
Das Testergebnis
Viele Testprodukte sind in Ordnung, einige Hersteller schlampen: Gut die Hälfte der Produkte kann man seinem Kind guten Gewissens zum Kauen geben. Leider sind auch ein paar Modelle dabei, die billige Kunststoffe enthalten. Und bei einigen geht im Test der Lack beziehungsweise die Farbe ab. Sigikid verwendet gesundheitsschädliche Phthalat-Weichmacher. In drei Beißringen steckt umweltschädigendes PVC oder andere chlorierte Verbindungen. Bei der Nuby Bug-A-Loop Beißfigur wurden sie im Lack des orangefarbenen Schmetterlings nachgewiesen, die Beißringe von Sigikid und Mattel bestehen zu großen Teilen daraus. Zudem wurden Weichmacher zugesetzt, um die spröden Kunststoffe geschmeidig zu machen. Der Sigikid Beißring Hund enthält unter anderem den Phthalat-Weichmacher DiBP. Dieser ist unter toxikologischen Gesichtspunkten mit dem als fortpflanzungsgefährdend eingestuften Weichmacher DBP vergleichbar, der in Babyartikeln und Spielzeug verboten ist.
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Abreiß- und verschluckbare Kleinteile gab es bei ...

Dieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.
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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
- die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
- aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
- neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
- aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.
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