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ÖKO-TEST November 2012
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Kinderkekse

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ÖKO-TEST November 2012
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Der Experte

Acrylamidgehalte noch weiter senken

"Da bislang noch keine endgültige Bewertung des gesundheitlichen Risikos bei der Aufnahme von Acrylamid durch Lebensmittel vorliegt, bleibt weiterhin der Grundsatz bestehen, die Gehalte in Lebensmitteln so weit wie möglich zu minimieren."

Michael Jud ist Experte für Industrie- und Umweltkontaminanten beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

Kuck mal, sind die süß

"Mit Ballaststoffen", "Vollkorn", "mit der Süße aus Trauben und Äpfeln" - so steht es auf den Kinderkekspackungen. Ein Blick auf die Nährwertkennzeichnung verrät aber: Das Gebäck hat in Sachen Zucker viel mehr mit Lollis und Brausestäbchen gemein, als viele Eltern denken.

Zuckergehalt entspricht ...

Kinderkekse (auch "Vollkorn-", "Bio"- und "Dinkel"-Produkte) (1 Portion, 30 g): ca. 2,3 Stück Würfelzucker

zum Vergleich:

Butterkekse (1 Portion, 30 g): ca. 2,3 Stück Würfelzucker

Doppelkeks (1 Stück, 25 g): ca. 2,9 Stück Würfelzucker

Gummibärchen (eine Handvoll, 25 g): ca. 3,8 Stück Würfelzucker

Vollmilchschokolade (1 Riegel, 17 g): ca. 3,3 Stück Würfelzucker

Schoko-Haselnuss-Waffel (1 Stück, 22 g): ca. 3,2 Stück Würfelzucker

Lolli (1 Stück, 12 g): ca. 3,3 Stück Würfelzucker

Brausestäbchen (1 Stück, 4,5 g): ca. 1,1 Stück Würfelzucker

Knäckebrot (1 Scheibe, 10 g): ca. 0,1 Stück Würfelzucker

So haben wir getestet

Der Einkauf

Ernie & Bert aus der Sesamstraße, Shaun das Schaf und lustige Dino-Kids lachen aus dem Keksregal, ganz auf Augenhöhe von kleinen Knabberfans. Klar, dass da Kinderherzen höher schlagen - und Eltern gerne mal nachgeben. Auch wir haben uns von den bunten Verpackungen verführen lassen und eingekauft: 19 Keksprodukte sind im Einkaufswagen gelandet. Für junge Abc-Schützen gab’s Kekse in Buchstabenform, und zum Vergleich auch ganz normale Butterkekse.

Die Inhaltsstoffe

Eltern sollen das sichere Gefühl haben, dass ihre Kleinen keine schädlichen Stoffe abbekommen. ÖKO-TEST wollte es genau wissen: Sind Kinderkekse hier wirklich besser als gewöhnliche Butterkekse? Um dies herauszufinden, wurden alle Proben von Experten in Laboren auf Schadstoffe untersucht, die in Keksen vorkommen können. Zumeist entstehen sie unbeabsichtigt. Zum Beispiel das giftige Acrylamid, das sich bildet, wenn der Keks bei hohen Temperaturen gebacken wird. Auch Fettschadstoffe können im Kinderkeks vorkommen, wenn nämlich statt Butter zum Beispiel Palmfett verwendet wird. Aroma dagegen wird von den Herstellern ganz bewusst eingesetzt. Denn das ist viel billiger als etwa echte Vanille.

Die Bewertung

Am Ende kommt es nicht auf die bunteste Verpackung an - sondern auf das, was drinsteckt. Und da sollten Kinderkekse schon mehr auf dem Kasten haben als ein 08/15-Keks: So legen wir beim Acrylamid zum Beispiel den strengen deutschen Signalwert für Kleinkinderkekse an, auch wenn einige der von uns getesteten Kekse streng genommen gar keine Kleinkinderkekse sind. Übrigens: Für unsere Bewertung haben wir mit einer Portionsgröße von etwa vier Butterkeksen gerechnet. Keinesfalls übertrieben, wenn man weiß, wie gerne Kinder Kekse knabbern!




Inhalt

» Ob beim Memory, auf dem Spielplatz oder beim Ausflug ...
» ÖKO-TEST hat Kekse eingekauft, die gerne von ...
» Fettschadstoffe, weil die teurere Butter gespart ...
» Der Experte - Acrylamidgehalte noch ...

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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