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ÖKO-TEST November 2012
TestKinderkekse
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Kinderkekse



Ob beim Memory, auf dem Spielplatz oder beim Ausflug in den Zoo - eine Packung Kekse gehört für viele Eltern zur Standardausstattung. Es wird geknabbert was das Zeug hält. Sogar in Familien, in denen Süßigkeiten in Kinderhand sonst ziemlich kritisch beäugt werden. Warum auch Angst haben, wenn Bezeichnungen wie "Dinkel", "Vollkorn" oder "gesüßt mit Honig" auf den gesunden Inhalt verweisen. Aber ist der wirklich so gesund, wie man im ersten Augenblick am Keksregal dachte?

So banal es klingt: Kinderkekse sind eine Süßigkeit. Und die sollte immer nur ein Extra sein - egal ob die Kekse aus dem Bio-Laden kommen oder aus dem normalen Supermarkt. Wenn maximal zehn Prozent der täglichen Kalorienmenge durch Süßes aufgenommen werden, spricht gegen Gummibärchen genauso wenig wie gegen die Lieblingskekse, findet die Ernährungswissenschaftlerin Carola Rummel vom Baden-Württembergischen Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Aber zehn Prozent - diese Menge ist bei einem zwei bis drei Jahre alten Kind, das pro Tag an die 1.100 kcal verdrückt, schon überschritten, wenn gerade mal vier Butterkekse vernascht wurden.

Übrigens: Kekse mit Dinkel oder Vollkorn mögen zwar einen besseren Nährwert haben als Kekse aus Weißmehl - trotzdem spielen auch sie in der Süßwarenliga. Den Bedarf an Ballaststoffen deckt man am besten durch Vollkornbrot - und nicht durch Vollkornkekse.

Gibt es abgesehen vom Zucker sonst noch Bedenken? O ja: Wie alle Lebensmittel, die bei hohen Temperaturen gebacken werden, können Kekse den Giftstoff Acrylamid enthalten, der im Tierversuch Krebs ausgelöst hat und fortpflanzungsschädigend war. Wahrscheinlich trifft dies auch auf den Menschen zu. Ganz vermeidbar ist Acrylamid leider nicht. Aber die Industrie kann alles daransetzen, durch niedrigere Backtemperaturen und verbesserte Rezepturen die Gehalte zu senken.

Enthält der Keks statt Butter raffinierte Pflanzenfette, kann zudem der Fettschadstoff 3-MCPD-Ester enthalten sein, die mögliche Vorstufe eines Stoffes, der im Tierversuch die Nieren geschädigt und zur Bildung gutartiger Tumore geführt hat. Wahrscheinlich noch problematischer ist Glycidylester, der sich sogar in einen krebsverdächtigen Stoff umwandeln könnte.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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