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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2013
Test
Rindenmulch
Splitterpartie
Rindenmulch

Rindenmulch sorgt dafür, dass Gärtner seltener gießen und Unkraut rupfen müssen. Doch in einigen Regionen enthält der Mulch Cadmiumgehalte, die der Gesetzgeber nach aktuellem Stand ab 2014 nicht mehr tolerieren wird. Allerdings kämpft die Lobby derzeit für einen höheren Grenzwert in Rindenprodukten.

ÖKO-TEST Jahrbuch für 2013
» Produkte anzeigen (17)» Testergebnisse abrufen» Heftinhalt [ J1210 ] anzeigen

Das große Thema bei Rindenmulch: Cadmium. Es gelangt vom Boden in den Baum und lagert sich vor allem in der Rinde ab. Deshalb wollten wir wissen, wie cadmiumbelastet die Rindenmulche sind, die man in Bau- und Raiffeisenmärkten sowie in Gartencentern bekommt. Darüber hinaus durchliefen die Produkte eine breite Schadstoffprüfung. Außerdem ließen wir auch klären, ob die deklarierte Körnung eingehalten wird und wie hoch der Holzanteil ist.

Das Testergebnis

In vier von 17 Mulchen wurden Cadmiumgehalte, die über dem aktuellen gesetzlichen Grenzwert liegen, gemessen. Acht weitere enthalten niedrigere Gehalte, die aber dennoch zur Abwertung führen. "Sehr gut" schneiden am Ende fünf Mulche ab, bei denen es - auch, was Körnung und Reinheit angeht - nichts auszusetzen gibt.

In Sachen Schwermetalle bleibt das große Problem das Cadmium. In vier Rindenmulchen wurde der gesetzliche Grenzwert von 1,5 Milligramm pro Kilogramm überschritten. Nach derzeitigem Stand dürfen diese Produkte ab 2014 nicht mehr in Verkehr gebracht werden - wird jedoch der von der Branchenlobby geforderte höhere Grenzwert von 2,5 Milligramm pro Kilogramm durchgesetzt, so heißt es auch künftig: freie Fahrt für sehr stark belastete Mulche. Ärgerlich: Beim Bauhaus Gardenfuchs Rindenmulch wird auf der Verpackung nicht auf das enthaltene Cadmium hingewiesen. Der Gesetzgeber verlangt aber einen Hinweis ab einem Gehalt von einem Milligramm Cadmium pro Kilogramm.

Wenn die Rinde vom Stamm abgeschält wird, kann es sein, dass ein paar Holzspäne unter die Rinde geraten. Je schneller und günstiger es gehen muss, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass helle Holzspäne im Mulch zu finden sind. Ab einem gewissen Punkt sieht der Mulch dann sehr unsauber und unruhig aus. Die RAL-Gütegemeinschaft toleriert bis zu sechs Prozent bei Rindenmulch der mittleren Sortierung, wir waren ein bisschen großzügiger. Aber bei einem Holzanteil, der mehr als acht Prozent ausmacht, ziehen auch wir eine Note unter dem Testergebnis Körnung und Reinheit ab - ein Drittel der Produkte schneidet hier deshalb nur mit "gut" ab.

Rinde verrottet mit der Zeit. Je feiner die Bestandteile sind, desto schneller geht’s. Wer etwas mehr Geld ausgibt, bekommt Rindenmulch, bei dem Rindenstückchen kleiner ein Zentimeter nur einen geringen Teil ausmachen. Deklariert ist dies dann als "10 bis 40 mm". Der Gartenkrone Rindenmulch + Stickstoff, der mit 3,56 Euro pro 50 Liter zu den teureren Mulchen gehörte, bestand trotzdem zu fast der Hälfte aus Kleinstbröseln. Wer den Basic Rinden-Mulch in den Einkaufswagen legt, kauft direkt die Katze im Sack, weil keine Körnung deklariert ist.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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