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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2013
Test
Schlafsäcke
Wir gehen an die Decke
Schlafsäcke

Ein Schlafsack gehört zur Grundausrüstung für Camper, Wanderer und Naturliebhaber. Das mobile Bett leistet aber auch für Gäste oder die Übernachtungsparty gute Dienste. Doch was in vielen Säcken so drinsteckt, kann echte Albträume auslösen!

ÖKO-TEST Jahrbuch für 2013
» Produkte anzeigen (15)» Testergebnisse abrufen» Heftinhalt [ J1210 ] anzeigen

Campen ist in. Egal ob im Zelt oder im komfortablen Wohnmobil, ein Schlafsack gehört fast immer dazu. Und selbst wer dem Leben im Freien überhaupt nichts abgewinnen kann, wird sich spätestens dann einen Schlafsack zulegen, wenn die Bettwäsche auf der Gästecouch der Freunde schon mehr als einmal keinen richtig frischen Eindruck mehr gemacht hat.

Wir haben 15 Schlafsäcke eingekauft, die sich für die meisten Zwecke eignen - außer vielleicht für Extremexpeditionen. In spezialisierten Laboren wurden sie auf Herz und Nieren geprüft.

Das Testergebnis

Mehr als jeder zweite Schlafsack schneidet mit der Note "ungenügend" ab. Darunter auch Topmarken wie Ajungilak, Jack Wolfskin und Vaude. Nur zweimal konnten wir überhaupt die Note "befriedigend" vergeben. Ärgerlich ist das vor allem, weil Outdoorhersteller ihre Produkte gerne so darstellen, als seien sie in der heilen Natur zu Hause. In Wahrheit scheinen sie direkt aus einem Chemiewerk zu kommen.

In Stoffteilen des Bundeswehrschlafsacks von Feuchter fand das von uns beauftragte Labor den krebserzeugenden Farbstoff p-Aminoazobenzol. Und zwar mehr als gesetzlich zulässig ist. Demnach hätte er gar nicht verkauft werden dürfen, selbst wenn es ein vor Jahren hergestellter Schlafsack ist, ergab eine Nachfrage beim Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Freiburg. Denn in Armeeshops verkaufte, ausgemusterte Produkte müssen trotzdem, wenn sie heute verkauft werden, den gesetzlichen Vorgaben genügen. Auch in der Kordel des Kompressionssacks des Vaude-Schlafsacks steckt zu viel von diesem Farbstoff. In diesem Fall ist das CVUA allerdings der Ansicht: Der Schlafsack ist verkehrsfähig, die Kordel allerdings nicht. So oder so: Bei einem anständigen Schlafsack sollten unserer Meinung nach alle Teile in Ordnung sein!

Stoffe wie Dibutylzinn und Tributylzinn bauen sich in der Umwelt nur schwer ab. Vermutlich genügen schon sehr kleine Mengen, um das Immun- und Hormonsystem des Menschen durcheinanderzubringen. Umso bedenklicher, dass solche Stoffe in einigen Schlafsäcken nachgewiesen werden konnten.

Bei weichen, gummiartigen Kunststoffen, etwa bei Reißverschlussgriffen oder Aufdrucken, können Phthalate im Spiel sein. Dabei handelt es sich um Chemikalien, die Plastik geschmeidig machen, aber im Verdacht stehen, Organe zu schädigen und wie ein Hormon zu wirken. Bestimmte Stoffe sind daher in Spielzeug verboten. Phthalat-Weichmacher wie das problematische DEHP fanden die beauftragten Labore in den Schlafsäcken von Ajungilak und Royalbeach.

Die Schlafsäcke von Deuter, Ajungilak und Wehncke sind mit Fluorverbindungen behandelt, damit Wasser abperlt. Ob das unbedingt nötig ist, ist fraglich. Denn mit den von uns ausgewählten Schlafsäcken wird man bestimmt nicht bei extremen Expeditionen im Regen übernachten. Fest steht aber, dass perfluorierte Verbindungen, wie sie auch bei wasserabweisenden Jacken eingesetzt werden, ein großes Umweltproblem sind: Einmal hergestellt, verschwinden sie praktisch nie wieder aus der Umwelt. Heute sind sie überall nachweisbar, sogar in den Organen von Eisbären hat man Fluorverbindungen gefunden!





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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