Testberichte aus dem Archiv
ÖKO-TEST Jahrbuch für 2013

Frischhaltefolie
Alles klar!

Ob fertig dekorierte Wurstplatten, Pausenbrote oder Kuchenreste: Frischhaltefolie hält’s frisch. Die meisten Testprodukte kommen dabei ohne Schadstoffe aus. Bei der Suche nach einer Folie, die sich auch noch so richtig gut abrollen und -reißen lässt, sind wir leider nur auf ein Modell aus weichmacherhaltigem PVDC gestoßen - das ist keine Alternative.
Das Verhältnis zur Frischhaltefolie ist bei den meisten Menschen vor allem eins: leidenschaftslos. Bemerkbar macht sich die viel verwendete Küchenhelferin eigentlich nur, wenn sie sich mal wieder weigert, an der gewünschten Stelle zu reißen, wenn sie nicht an der Plastikschüssel kleben will - oder die Rolle schon wieder aufgebraucht ist. So ganz ohne? Geht natürlich, ist aber vielen zu unbequem.
Die herkömmliche Frischhaltefolie besteht aus Polyethylen, kurz PE, einem der wichtigsten Kunststoffe weltweit. Sein größter Vorteil: Er kommt ohne Weichmacher aus. Der Ausgangsstoff Ethylen wird aus Erdöl hergestellt. Das heißt: Recycling lohnt sich.
Seit ihrer Einführung in den Sechzigerjahren hat die Toppits Frischhaltefolie - damals hieß sie noch "Melitta" - jede Menge Konkurrenz bekommen. Jeder Discounter, jede Supermarkt- oder Drogeriekette führt inzwischen ihr eigenes Produkt. 50 Meter sind ab 63 Cent zu haben. Wir haben 16 Folien eingekauft, um zu testen, ob sie problematische Inhaltsstoffe enthalten. Um ein für alle Mal zu klären, ob es tatsächlich Folien gibt, die sich besser abrollen und -reißen lassen als andere, haben wir Probanden testen und bewerten lassen.
Das Testergebnis
Fast alle Frischhaltefolien sind frei von Schadstoffen. In der Handhabung sind die meisten Folien akzeptabel. Rundum im Praxistest überzeugt hat die Tester aber nur die Sarogold Frischhaltefolie, ausgerechnet eine Folie, die aufgrund ihrer problematischen Inhaltsstoffe mit am schlechtesten im Gesamturteil abgeschnitten hat.
Die Sarogold Frischhaltefolie besteht aus Polyvinylidenchlorid (kurz PVDC), das mithilfe des Ersatzweichmachers Acetyltributylcitrat (ATBC) und epoxydiertem Sojabohnenöl, dem sogenannten ESBO, geschmeidig gemacht wird. Warum denn so was? "Sie ist weniger wasserdampf- und sauerstoffdurchlässig und hält deshalb länger frisch", erklärte uns ein Vertreter des Herstellers Saropack. Ein Gutachten zeigt, dass ein Stück Käse nach 40 Tagen noch wunderbar aussieht, während die in herkömmliche Folie eingepackten Käsestücke vor sich hin gammelten. Dennoch: Im Alltag braucht’s das nicht. Nicht nur, dass PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe die Umwelt bei der Herstellung und Entsorgung belasten, in der Müllverbrennung bilden sie auch gesundheitsschädliches Dioxin. Darüber hinaus muss diese Kunststoffgruppe anders als Polyethylen mit Weichmachern elastisch gemacht werden. Und diese, auch ATBC und ESBO, gehen aufgrund ihrer Fettlöslichkeit gerne in fetthaltige Lebensmittel über. Welche Probleme damit verbunden sind, ist noch nicht endgültig geklärt.
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In den Frischhaltefolien von Tedi und Aldi Süd ...

Dieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.
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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
- die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
- aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
- neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
- aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.
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