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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2013
Test
Orangensaft
Rund und gesund
Orangensaft

Es geht auch flüssig: Wer Vitamine naschen möchte, braucht nicht immer Obst zu schälen. Orangensaft ist ein schmackhafter Vitamin-C-Lieferant und viele Produkte bestehen unseren Test mit guten Noten.

ÖKO-TEST Jahrbuch für 2013
» Produkte anzeigen (20)» Testergebnisse abrufen» Heftinhalt [ J1210 ] anzeigen

Knapp neun Liter Orangensaft trinkt jeder Bundesbürger im Schnitt jährlich. Ein Wert, der seit Jahren ziemlich stabil ist.

Wer in die Saftregale schaut, entdeckt dort zunehmend Direktsäfte, also Saft, der nicht aus Konzentrat hergestellt ist. Welche Wahl aber ist besser? Wir haben den Test gemacht und wollten wissen, ob in Konzentratsaft und Direktsaft zum Beispiel genug Eigenaroma steckt. Das lässt sich über aufwendige Laboranalysen herausfinden. Des Weiteren haben wir auf Rückstände von Pestiziden untersucht. Letztlich haben wir Experten im Labor die Frage gestellt: Schmecken die Säfte? Im Test: 20 Produkte aus Supermärkten, Discountern und Bio-Läden, der billigste für 87 Cent, den teuersten für 4,56 Euro pro Liter.

Das Testergebnis

Direktsaft ist nicht zwangsläufig besser als ein Saft aus Konzentrat: Auf dem Siegertreppchen steht ein Aldi-Direktsaft gleichberechtigt mit zwei Bio-Produkten, davon eines aus Konzentrat, das andere ein Direktsaft. Am unteren Ende unserer Bewertungsskala tummeln sich ebenfalls sowohl Konzentrat- als auch Direktsäfte.

Die meisten Abwertungen gibt es für eine nicht überzeugende Sensorik. Bei vielen Säften reichte es gerade mal zu einem "befriedigend".

Aroma wie in einer Orange? Diese Frage stellt sich eigentlich vor allem bei Konzentratsäften. Denn beim Eindicken des Konzentrats verflüchtigen sich bestimmte Aromen, die nachher wieder richtig zugefügt werden müssen. Die Säfte von Jacoby und Granini waren hier zu schwach, die Säfte von Albi und Merziger viel zu schwach rearomatisiert. Interessanterweise waren auch in den beiden Bio-Direktsäften von Rewe und Voelkel viel zu wenige Aromastoffe enthalten - sogar noch weniger als in den meisten Konzentratsäften. Wir werten das besonders konsequent ab.

Vitamin C sollte - ganz natürlich - aus den Früchten kommen: Bei den Säften der Marken Valensina und Naturella ist aber ein nachträglicher Vitamin-C-Zusatz in der Zutatenliste aufgeführt. Das kann den Eindruck erwecken, dass es sich hierbei um einen ganz besonders wertvollen Saft handelt. Tatsächlich kommt ein nachträglicher Vitamin-C-Zusatz aber gerade dann infrage, wenn in der Rohware selbst recht wenig Vitamin C steckt und man sonst nur schwer auf die Vitamin-C-Werte kommt, die von den Leitsätzen für Fruchtsaft gefordert werden.

Gute Nachrichten in Sachen Pflanzenschutzmittel: Das von uns beauftragte Labor fand, wenn überhaupt, nur Spuren.

Beim Anschauen der Etiketten haben wir uns schon ein paar Mal die Frage gestellt, ob uns die Hersteller für dumm verkaufen wollen: Viele weisen auf den Etiketten darauf hin, dass der Saft ohne Konservierungsstoffe oder ohne Farbstoffe hergestellt wurde. Dabei sind diese Stoffe bei Orangensaft ohnehin nicht erlaubt! Hohes C, Edeka und Rauch loben aus, dass mit einem Glas der Tagesbedarf an Vitamin C gedeckt wird. Dies bezieht sich aber nicht auf die Werte, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt. Albi und Merziger versprechen etwa "fruchttypischen Geschmack" oder "Tausende von kleinen Geschmacksnuancen". Doch auch gerade diese beiden Säfte waren viel zu schwach rearomatisiert und haben nur "befriedigend" geschmeckt.

So reagierten die Hersteller

"Die Aromenanalyse zeigt Veränderungen auf", die auf eine "zumindest zeitweise Lagerung unter nicht geeigneten Bedingungen" zurückzuführen seien, ließ uns Hersteller Albi wissen. Der Saft sei immerhin schon etwa sieben Monate im Handel gewesen. Das mag sein. Trotzdem war er zum Zeitpunkt unserer Untersuchung noch länger als vier Monate haltbar! Und das Mindesthaltbarkeitsdatum ist ja so etwas wie ein Versprechen des Herstellers, wie lange die Ware noch einwandfrei ist.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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