Testberichte aus dem Archiv
ÖKO-TEST Jahrbuch für 2013

Erfrischungsgetränke
Tea amo

Spätestens wenn bei 32 Grad im Schatten die Zunge am Gaumen klebt, ist es Zeit für eine eiskalte Erfrischung. Weil aber Wasser, Cola und Bionade auf Dauer langweilig sind, hat die Industrie jede Menge neue, trendige Getränke erfunden. In unserem Test machten die Erfrischungen allerdings keinen besonders guten Eindruck. Das Hauptproblem ist der viele Zucker.
Was steckt in den vielen, unterschiedlichen Erfrischungsgetränken, die als Alternative zum Alkohol angeboten werden? Dieser Frage ist ÖKO-TEST nachgegangen und hat eingekauft: 56 Erfrischungen, manche neu und trendy, manche alt und kultig. Darunter Energydrinks, Wässer mit Fruchtgeschmack, Saftgetränke, Bubble-Teas, Eistees und eine Menge spezieller Getränke, die so recht in keine Schublade passen. In den von uns beauftragten Laboren wurden sie auf Zucker und Schadstoffe untersucht. Bei einigen Kandidaten haben wir uns auch die Aromen genau angeschaut.
Das Testergebnis
Nur zehn Getränke sind "gute" oder "sehr gute" Erfrischungen. Der Rest muss sich mit schlechteren und auch richtig schlechten Noten zufriedengeben.
Etwa 50 Gramm Zucker stecken in einem Liter Apfelschorle mit 40 Prozent Saft. Süßer sollte eine Erfrischung auf keinen Fall sein, sonst löscht sie den Durst nicht mehr richtig. Nur wenige der getesteten Erfrischungen kommen unter diese Grenze. Der Gipfel sind die Energydrinks Rockstar und Schwarze Dose 28 mit bis zu 136 bzw. 143 Gramm Zucker pro Liter. Auf die Dose umgerechnet sind das in der Schwarze Dose 28 sind rund zwölf Stück Würfelzucker, in einer Dose Rockstar sogar rund 22,5 Stücke. Wasser mit Fruchtgeschmack ist oft ebenfalls süßer als man denkt. Auch Getränke mit Saft enthalten teils viel Zucker. Das ist okay, wenn wirklich nur Saft und Wasser enthalten sind, aber nicht wenn der Hersteller mit weiteren Stoffen an dem Getränk herumgedoktert hat.
Bei den meisten Drinks steht auf der Zutatenliste "Aroma", "natürliches Aroma" oder beispielsweise "natürliches Zitronenaroma mit anderen natürlichen Aromen". Das heißt, dass der Frucht geschmacksmäßig mit Stoffen aus dem Labor auf die Sprünge geholfen wurde, wenn sie nicht sogar ganz ersetzt wurde. Reine Frucht ist nur drin, wenn von Saft die Rede ist oder von Extrakten. Auch "natürliches Zitronenaroma" - ohne weitere Ergänzung - ist in Ordnung.
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In braunen Zuckerkulörfarbstoffen kann der Stoff ...

Dieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.
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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
- die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
- aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
- neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
- aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.
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