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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2013
TestButter
Das ist nicht Kuh(l)!
Butter



Schaut man sich die Verpackungen von Butter an, so sieht man vor allem Natur: weite Graslandschaften, friedlich weidende Kühe und imposante Bergmassive. Doch Experten schätzen, dass rund 70 Prozent der Kühe das ganze Jahr über im Stall stehen. Wie es um die Qualität von 21 Buttermarken steht, haben wir im Labor prüfen lassen. Dabei konzentrierten wir uns vor allem auf problematische Inhaltsstoffe und die Belastung mit Keimen. Bestimmt wurde auch der Gehalt an Omega-Fettsäuren, um Aussagen zur Fütterung der Kühe zu erhalten.

Das Testergebnis

Die schlechteste Butter im Test ist die Almsana Süßrahm Deutsche Markenbutter von Netto Marken-Discount. Vier Bio-Marken schneiden "sehr gut" ab.

Der Reinigungsmittelrückstand Trichlormethan ist chemisch nichts anderes als Chloroform und wurde in der Edeka Bio Sauerrahm-Butter nachgewiesen.

Mängel im Geschmack und in der Textur: Teils bemängelten die Experten einen käsigen oder leicht alten Geschmack, teils eine porige oder schichtige Struktur, womit kleine Einlagerungen von Luft oder Wasser gemeint sind.

Nur Bio-Butter weist eine grünfuttertypische Zusammensetzung auf. Niedrige Gehalte an Omega-3-Fettsäuren bei den konventionellen Marken sind das eine. Wenn auf denselben Butterpäckchen aber auch weidende Kühe, Graslandschaften und Bergregionen zu sehen sind, dann führt das in die Irre. Besonders dick tragen Penny und Netto Marken-Discount auf.

Von den konventionellen Herstellern geben lediglich Friesland Campina für Landliebe und Netto Marken-Discount an, dass der Einsatz von gentechnikfreiem Futter vertraglich vorgegeben ist. Einen Nachweis, dass solche Verträge tatsächlich existieren, lieferte uns auf unsere Anfrage hin aber nur Friesland Campina.

Bio-Butter wird hingegen grundsätzlich ohne Gen-Technik hergestellt. Das ist in der EG-Öko-Verordnung und - sofern relevant - in den Richtlinien der Anbauverbände festgelegt. Ob das Futter für die Produkte im Test allerdings gentechnisch veränderte Organismen enthielt, wissen wir nicht. Denn die Bestandteile gehen nicht in die Butter über und lassen sich daher nicht nachweisen. Da konventionelles Kraftfutter jedoch fast immer Soja enthält und dieses oft aus Gentechanbau stammt, kann man den Einsatz mit hoher Wahrscheinlichkeit annehmen.

So reagierten die Hersteller

Laut Andechser Molkerei ist die besondere Textur ihrer Butter kein Zeichen geringer Qualität, sondern der Beweis der möglichst handwerklichen Herstellung. Die Textur wurde "leicht porig" beschrieben.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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