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ÖKO-TEST Oktober 2012
TestFischstäbchen
Stäbchenprobe
Fischstäbchen


Wir wollten wissen, ob das Lieblingsfischgericht auch weiterhin bedenkenlos auf den Familientisch kommen kann. Darum haben wir 13 Produkte eingekauft und in Laboren auf problematische Inhaltsstoffe testen lassen. Außerdem wurden die Hersteller aufgefordert, zu Fragen der Nachhaltigkeit und Transparenz Auskunft zu geben.

Das Testergebnis

Fischstäbchen können weiter auf den Tisch kommen. Trotzdem hätten wir von einem Lieblingsgericht mehr erwartet: Mehrere Produkte schaffen es nicht über ein mittelmäßiges Gesamturteil hinaus - darunter auch die Topmarke Käpt’n Iglo. Hauptkritikpunkt sind die enthaltenen Fettschadstoffe.

Schon in vier Stäbchen ist zu viel Fettschadstoff

Nachhaltiger Fischfang und Transparenz: Alles in allem sind wir der Meinung, dass die konkret verwendete Fischart der getesteten Fischstäbchen nachhaltig gefangen wurde und dass die Anbieter sich Mühe geben, Transparenz zu schaffen. Alle Anbieter haben auf unsere Fragebögen ausführlich geantwortet und uns umfangreiche Daten und Zertifikate zur Verfügung gestellt. Das heißt nicht, dass alle Probleme und Kritikpunkte aus der Welt geschafft sind. Es gibt Umweltauswirkungen der Fischereien und es gibt verschiedene Meinungen dazu, wie sich die entsprechenden Fischbestände entwickeln und wie ihre Größe einzuschätzen ist. Doch nach allem, was wir uns zum Thema angesehen haben, können wir für die untersuchten Produkte sagen: Es gibt für die Fischereien ein verlässliches Management und es wird daran gearbeitet, die Auswirkungen auf das Öko-System im Griff zu behalten. Einige Hersteller im Test verwenden für ihre Produkte mitunter andere Fischarten. Über diese Fischarten sagt unser Testurteil nichts aus.

Fettschadstoffe im Kindergericht: In fünf Produkten hat das von uns beauftragte Labor erhöhte Mengen des Fettschadstoffs 3-MCPD-Ester nachgewiesen. Dieser Stoff ist deshalb ein Problem, weil er sich im Körper möglicherweise in einen anderen Stoff umwandelt, der in Tierversuchen die Nieren geschädigt hat und in hohen Dosen zur Bildung gutartiger Tumore geführt hat. Schadstoffe wie 3-MCPD- und auch der wahrscheinlich noch problematischere Glycidyl-Ester entstehen unbeabsichtigt, wenn Fett raffiniert wird. Werden Fischstäbchen in belastetem Fett vorfrittiert, kann der Schadstoff auch in die Stäbchen übergehen. Eine geringe Menge dieses Stoffes ist zwar noch tolerierbar. In den fünf kritisierten Produkten war die Menge jedoch so hoch, dass ein Kind mit einer Fischstäbchenmahlzeit schon mehr als 50 Prozent der täglich duldbaren Menge aufnimmt. Berechnet haben wir das für ein etwa acht Jahre altes Kind, das 30 Kilogramm wiegt und vier Fischstäbchen isst.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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