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ÖKO-TEST Oktober 2012
TestShampoos, Schuppen
Der Preis ist weiß
Shampoos, Schuppen



Mittel mit Zinkpyrithion und Co. reduzierten in klinischen Studien das Schuppenproblem. Den Wunsch nach einer völligen Beseitigung der Schuppen erfüllen solche Keimhemmer jedoch nicht. Wird das Shampoo abgesetzt, schuppt es wieder stärker. Die eigentliche Ursache für Kopfschuppen liegt bis heute im Dunkeln. Sicher ist: Bei Kopfschuppen ist die Hauterneuerung beschleunigt. Und Hautschupppen, die wir sonst mit dem bloßen Auge nicht sehen, lösen sich in sichtbaren Klumpen.

Wir haben 26 Anti-Schuppen-Shampoos ins Labor geschickt und umfassend auf ihre Bestandteile geprüft. Einen Praxistest haben wir nicht gemacht, weil die Effizienz der Mittel im Einzelfall ganz unterschiedlich ausfällt.

Das Testergebnis

Anti-Schuppen-Klassiker und Apothekenmarken landen auf dem letzten Rang. Jedes zweite Mittel enthält Anti-Schuppen-Wirkstoffe mit Nebenwirkungen. Unter anderem deshalb landen die Shampoos bekannter Marken wie Head & Shoulders, Pantene Pro-V, Garnier Fructis, Elvital und Guhl mit "ungenügend" auf dem letzten Rang. Nicht besser sind die durchweg teuren Shampoos aus der Apotheke: Das Shampoo von René Furterer - mit 17 Euro pro 200 Milliliter teuerstes Produkt im Test - schnitt mit "ungenügend" ab. Dass es auch anders geht, beweisen die Naturkosmetikhersteller: Die drei untersuchten Bio-Shampoos schneiden mit Bestnote ab.

Wirkstoffe mit Nebenwirkungen: Zinkpyrithion, Climbazol und Selendisulfid minimieren zwar den Kopfschuppenbefall. Aber Zinkpyrithion kann sensible Kopfhaut reizen und greift in die Zellteilung ein. Climbazol gehört zu den umstrittenen halogenorganischen Verbindungen. Ein aktuelles Gutachten für die EU-Kommission empfiehlt ein Verbot der Substanz in Körperlotionen, mit denen man sich großflächig einschmiert. Dagegen soll es in Kosmetika für kleine Körperareale wie Shampoos und Gesichtskosmetika weiterhin erlaubt sein. Selendisulfid verursacht in manchen Fällen Hautreizungen und Juckreiz. Der Wirkstoff Piroctonolamin (Octopirox) geht sanfter gegen das Schuppenproblem vor. Die chemischen Schuppenhemmer stecken übrigens auch in vermeintlichen Pflanzenshampoos wie dem Guhl-Shampoo mit Rosmarin und dem Phyto-Shampoo.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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