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ÖKO-TEST Oktober 2012
TestShampoos, Schuppen
Der Preis ist weiß
Shampoos, Schuppen



Bei dem einem rieselt es weiß von der trockenen Kopfhaut. Beim anderen schuppt es gelblich, obwohl die Haare nach der Wäsche rasch einen Fettglanz bekommen. Was hilft aber im Einzelfall gegen Kopfschuppen?

Beispielsweise hatte unser Leser Bernd K. zwei Anti-Schuppen-Mittel von Naturkosmetikherstellern ausprobiert, die bei einem älteren ÖKO-TEST mit "sehr gut" abgeschnitten hatten. Einen durchschlagenden Erfolg, so schrieb er uns, erzielte er damit leider nicht. Die Naturkosmetikhersteller verzichten in ihren Produkten auf die Chemiekeule. Sie setzen auf die Heilkräfte von Pflanzen wie Wacholder oder Thymian. Viele der eingesetzten Naturstoffe wirken antibakteriell und werden traditionell gegen Kopfschuppen verwendet. Auch feine Tonerde, häufig als Heil- oder Lavaerde bezeichnet, kommt in einigen Shampoos vor. Die Zutat soll Fett und Schmutz ohne Schäumen lösen. Denn gerade die Schaummacher können ein Problem sein.

"Die tägliche Haarwäsche und stark schäumende Shampoos laugen die Kopfhaut aus, besonders bei Menschen mit Neigung zu trockener Haut", erklärt Professor Gerhard Lutz, Haarexperte und Dermatologe aus Bonn. Im Winter verstärke sich das Rieseln oft, weil die Haut bei Kälte die Talgproduktion reduziere. Treten aber zudem Symptome wie Juckreiz auf, oder ist das Problem nicht auf die Kopfhaut beschränkt und verschlimmert Stress die Schuppen, dann sind das laut Lutz "Anzeichen für eine Erkrankung, etwa einer Pilzinfektion oder einem seborrhoischen Ekzem."

Bernd K. war schließlich mit einem Shampoo, das den Wirkstoff Piroctonolamin enthielt, zufrieden. Für normale Anti-Schuppen-Shampoos greift die Kosmetikindustrie zu Substanzen aus dem Chemielabor: Salicylsäure soll die Schuppen lösen. Zinkpyrithion, Climbazol, Selendisulfid und Piroctonolamin sollen bestimmte Hefepilze in Schach halten. Diese Keime gehören zwar zur normalen Hautflora, spielen aber vermutlich bei Kopfschuppen eine Rolle.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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