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ÖKO-TEST Oktober 2012
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ÖKO-TEST Oktober 2012
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Auch Bio ist nicht immer fair. Die Bio-Kaffees von Kaufland und Edeka sind nur "befriedigend" bzw. "mangelhaft", weil Mindestpreise nicht garantiert werden. Eine Vorfinanzierung sei laut Kaufland und Edeka zwar möglich, Nachweise dafür wurden aber nicht geliefert. Für den Alnatura Projekte Peru Café gibt es eine Note Abzug, weil ein Mindestpreis nicht festgeschrieben ist. Die 40 Cent je Päckchen Kaffee fließen laut Anbieter an Projekte von Terre des Hommes in Peru.

So reagierten die Hersteller

Das Unternehmen Ulrich Walter, das den Alnatura Projekte Peru Café herstellt, erklärte, dass sich das Unternehmen nicht auf Einzelaspekte fokussiere, sondern alle Aspekte einer fairen Partnerschaft gewährleiste. Das schließe auch schnelle, unbürokratische und direkte Hilfen vor Ort mit ein. Starre Mindestpreisregelungen würden gerade in Ausnahmesituationen nicht weiterhelfen.

So haben wir getestet

Der Einkauf

Weil klassischer Röstkaffee immer noch am häufigsten gekauft wird, wählten wir 23 Marken dieser Sorte aus. Dabei lag der Fokus auf Produkten, die in irgendeiner Weise mit einem "fairen Anspruch" werben. Das waren zuallererst Kaffees mit den bekannten Labeln Fairtrade, Rainforest Alliance Certified und UTZ Certified. Infrage kamen aber auch Produkte, die auf die 4C-Initiative hinweisen sowie Kaffee aus dem Weltladen. Bei großen Herstellern sowie den Marken von Supermärkten, Discountern und wichtigen Bio-Anbietern suchten wir ebenfalls nach fairen Produkten. Waren solche nicht erhältlich, fiel die Wahl auf die herkömmlichen konventionellen oder Bio-Marken.

Die Inhaltsstoffe

Untersucht wurde auf die Schadstoffe Acrylamid und Furan. Beide entstehen als unerwünschtes Nebenprodukt während des Röstens. Allerdings lässt sich zumindest die Bildung von Acrylamid beeinflussen, etwa durch niedrigere Rösttemperaturen. Furan ist leicht flüchtig und landet damit nur zu einem gewissen Teil in der Tasse. Wir sind von einem Übergang von 35 Prozent aus dem Kaffeemehl in den Aufguss ausgegangen. Eine weitere Untersuchung betraf das Schimmelpilzgift Ochratoxin A, das sich in schlecht gelagerten Kaffeebohnen vermehrt bilden kann. Alle Produkte ließen wir auf ihren Anteil an Robustakaffee prüfen. Daraus lässt sich abschätzen, wie hoch der Anteil an Arabicakaffee ist, mit dem viele Anbieter werben.

Der faire Handel

Alle Anbieter erhielten einen Fragebogen, in dem wir um Auskunft zu den Vergabebedingungen der Siegel, Auslobungen und sonstiger Hinweise baten. Auch Hersteller von nicht speziell ausgelobten Kaffees bekamen den Fragebogen. Uns interessierte, ob vier grundlegende Kriterien fairer Umgangsweisen erfüllt sind. Dazu gehört erstens ein garantierter Mindestpreis, der die Kaffeebauern von Preisschwankungen auf dem Weltmarkt unabhängig macht. Zweitens muss die Vorfinanzierung der Produktion gesichert sein. Drittens muss das Label oder die Auslobung die Einhaltung der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) vorschreiben und damit insbesondere Kinderarbeit ausschließen. Schließlich ist zu gewährleisten, dass gesetzliche Mindestlöhne eingehalten werden. Letztlich prüften wir auch die Vorgaben der Label im Hinblick auf den Anteil zertifizierten Kaffees im Produkt oder suchten nach entsprechenden Hinweisen auf der Packung.

Die Bewertung

Unter den Inhaltsstoffen führten erhöhte Gehalte an Acrylamid zu schlechten Noten. Unfaire oder überwiegend unfaire Geschäftspraktiken konnten das Gesamtergebnis zusätzlich verschlechtern.




Inhalt

» Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Deutschen. Gut 150 ...
» Arabicakaffee korrekt gekennzeichnet. In den ...
» Auch Bio ist nicht immer fair. Die Bio-Kaffees ...

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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