Test Kinderzahnbürsten
Testmethoden: Inhaltsstoffe (untersucht wurde, wenn nicht anders erwähnt, eine Mischprobe aus 50 Prozent Griff inklusive integrierten Saugfüßen/Figuren sowie 50 Prozent Bürstenkopf mit Borsten): Chlorierte Kunststoffe: Röntgenfluoreszenzanalyse (an den gesamten Produkten + Verpackungen). PAK: GC-MSD, Lösemittel Hexan, 25 PAK nach EU/EPA/JECFA. Schwermetalle: Röntgenfluoreszenzanalyse (an den gesamten Produkten). Phthalate/weitere Weichmacher/antimikrobiell wirksame Substanzen/phenolische Verbindungen: GC/MS nach Extraktion und Derivatisierung.
Gebrauchseignung: Die Ermittlung der makroskopischen Eigenschaften (Griffergonomie, Gestaltung des Bürstenkopfs und -feldes, Abmessungen der Bürste) wurde durch visuelle Inspektion und mit einer Schublehre durchgeführt. Beurteilung der Borstenendabrundung: Untersuchung im Rasterelektronenmikroskop. Bürstenkopf wird abgetrennt, im Ultraschallbad bei 30 °C gereinigt, dann getrocknet. Befestigung auf speziellen Probentellern und Bedampfung mit einer leitfähigen Schicht aus Gold. Untersuchung im Rasterelektronenmikroskop bei Betriebsspannung von 3 kV unter einem Blickwinkel von 25° seitlich von oben. Beurteilung der Borstenenden aus fünf Regionen sowohl im Randbereich als auch im zentralen Bereich des Borstenfeldes. Digitale Aufnahme von zwei Borstenbüscheln pro Region. Beurteilung der Abrundungsqualität, modifizierte Klassifikation nach Silverstone & Featherstone.
Test Babymenüs
Testmethoden: Aerobe Gesamtkeimzahl: ISO 4833:2003. Pestizide: GC-MS-Screening L00.00-34, LC-MS/MS-Screening L00.00-113. Weichmacher, ESBO, Bisphenol A: GC/MS nach Extraktion und Derivatisierung. Furan: Headspace-GC/MS gem. Vorschrift der FDA und RV zu § 64 LFGB. Benzol (nur in Produkten mit einem Möhrenanteil von um die 50 Prozent oder höher): Niedertemperatur Headspace-Trap-GC/MS. Eisen: Aufschluss: DIN EN 14084:2003; Messung in Anl. an ASU L00.00-19/2. Cadmium: Aufschluss: DIN EN 14084:2003; Messung DIN EN 15763:2010. Arsen: Aufschluss: DIN EN 14084:2003; Messung DIN EN 15763:2010. Natrium: DIN EN 14084:2003; Messung in Anl. an ASU L17.0017 (ICP-MS). Produkte mit der Auslobung Omega 3: Gesamtfett: ASU L 08.00-06 mod. Fettsäurespektrum: DGF C-VI 10a und C-VI 11d, Gaschromatografie. In Produkten ohne den Hinweis "Kann Spuren von Ei enthalten": Eiklar-Protein: ELISA. PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung: Röntgenfluoreszenzanalyse.
Testmethoden Wanderstiefel:
Wasserdichtheit Gesamtschuh: gemäß dem Verfahren der technischen Lieferbedingungen der Bundeswehr, Anforderung: größer/gleich 180 Minuten; Schuh wird auf einen Kunstfuß aufgezogen und in einem Gehsimulator befestigt; die Prüfvorrichtung befindet sich in einer Wanne, die so weit mit Wasser gefüllt wird, dass der Wasserspiegel 1-2 cm über den Sohlenrand des ungebogenen Schuhs reicht; Gehsimulator wird in Gang gesetzt; Prüfung endet nach drei Stunden; während des Prüflaufs wird der Schuhinnenraum ständig mit Widerstandsmessung akustisch auf Wasserdurchtritt hin überwacht; zusätzlich kann der Schuhinnenraum in regelmäßigen Abständen mithilfe eines Endoskops kontrolliert werden. Biegeverhalten Laufsohle: nach DIN EN ISO 17707. Haftung der Sohle: Schuh wird auf einen Leisten gespannt, der auf die Zugprüfmaschine aufgesetzt wird und auf Rollen beweglich ist; der Abreißwinkel während des gesamten Abreißvorgangs beträgt 90 Grad; an der Sohlenspitze wird eine Abreißklemme befestigt; es wird die Kraft festgestellt, bei der sich die Sohlenspitze vom Schuh löst; anschließend wird die Sohle vom Schuh abgerissen und in regelmäßigen Abständen die Haftung im Spitzen-, Ballen- und Gelenkbereich gemessen; Anforderung Sohlenhaftung Spitze: größer/gleich 300 N, Anforderung Ballen: größer/gleich 200 N; bei hochgezogener oder angenähter Spitze können Werte unter 300 N toleriert werden, wenn die Ballenwerte erfüllt sind. Ausreißkraft Schnürteile (Stabilität der Schnürteile): Der Schnürsenkel wird durch die zu prüfende Öse / Schlaufe oder den zu prüfenden Haken gezogen; das Schnürteil wird in die Zugprüfmaschine eingespannt; die Probe wird mit definierter Geschwindigkeit auf Zug belastet; Anforderung Schnürteil: größer/gleich 200 N. Scheuerversuch (Martindale): in Anlehnung an DIN EN ISO 12947-2 / DIN EN 13520; 51.200 Scheuertouren trocken, 12.800 Scheuertouren nass. Zinnorganische Verbindungen (untersucht wurde eine Mischprobe aus den eingesetzten Materialien [innen und außen] zu gleichen Teilen, ohne Außensohle/Laufsohle): NA-DDTC, ETOH, Hexan, NABET4, GC-AED. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (untersucht wurde eine Mischprobe aus den eingesetzten Materialien [innen und außen] zu gleichen Teilen, ohne Außensohle/Laufsohle): GC-MSD; 25 PAK nach EU/EPA/JECFA. PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe im Produkt, Schwermetalle (alle Materialien der Produkte): Röntgenfluoreszenzanalyse. Azo-Farbstoffe (textile Teile, Leder): Prüfung auf Amine nach reduktiver Spaltung. Analytik entsprechend § 64 LFGB 82.02-2, Prüfung ohne vorherige Extraktion DIN EN 14362-1 (Juni 2004); Analytik entsprechend § 64 LFGB 82.02-4, Prüfung nach vorhergehender Extraktion DIN EN 14362-2 (Juni 2004); Analytik entsprechend § 64 LFGB 82.02-3, Prüfung nach DIN ISO/TS 17234 für Leder; bei Hinweisen auf 4-Aminoazobenzol zusätzliche Prüfung entsprechend § 64 LFGB 82.02-9 (September 2006); 1. Methode: GC/MS, 2. Methode: TLC; zusätzliche Prüfung auf Anilin und Xylidine; Bestimmungsgrenze: 5 mg/kg. Phthalate, Ersatzweichmacher, phosphororganische Verbindungen, Phenol, o-Phenylphenol (in repräsentativer Mischprobe ohne Außensohle/Laufsohle): GC/MS nach Extraktion und Derivatisierung; bei Phenolwerten größer 100 mg/kg: weiter mit Migration in Anlehnung an DIN EN 71-10:2006, Messung von Phenolen mittels HPLC-FLD. Chlorphenole/Chlorkresole/Chlorparaffine (Leder): GC/MS nach Extraktion und Derivatisierung. Chrom VI (Leder): Elution gemäß EN-ISO 17075, fotometrische Bestimmung des Chrom-VI-Gehalts. Lösliches Antimon (textile Teile): Elution von Schwermetallen mittels saurer Schweißlösung. Elementbestimmung mittels ICP-MS. Fluorierte Verbindungen auf Schuhoberfläche: SSS (Gleitfunkenspektroskopie).
Testmethoden Rindenmulch:
Untersucht wurde die Originalsubstanz, falls nicht anders angegeben. Trockensubstanz: DIN ISO 11465. Volumengewicht feucht: VDLUFA-Methodenbuch Bd. 1 / A13.2. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe: DIN ISO 18287, 05/2006: Summe PAK (EPA), Analyse in der Gesamtfraktion nach DIN ISO 11277 2002-08.
Schwermetalle: DIN EN ISO 11885 (E22) 1998.
Blei, Cadmium, Nickel, Zink, Chrom, Kupfer; DIN EN 1483-E12-4.
Cyfluthrin/Cypermethrin/Deltamethrin/Fenvalerat/Lambda-Cyhalothrin/Permethrin/Pyrethrine: Methode: VDI 4301 BI.4. T
Alpha-/Beta-/Gamma-/Delta-/Epsilon-HCH: DIN ISO 10382.
Gasförmige pflanzenschädigende Stoffe: VDLUFA-Methodenbuch Bd.1 / A10.2.2 (2002).
Artfremde Bestandteile / Holzanteil / Körnung: nach GGS.
PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung: DIN EN 14582 / DIN 51727 (B) / DIN CEN/TS 15289.
Testmethoden Apothekenkosmetik:
Deklarationspflichtige Duftstoffe/Majantol/Nitromoschus-Verbindungen/polyzyklische Moschus-Verbindungen/Cashmeran/Diethylphthalat: Deklaration und/oder Extraktion mit TBME, GC-MS. Formaldehyd/-abspalter: Saure Wasserdampfdestillation, Derivatisierung mit Acetylaceton, Ausschütteln mit n-Butanol und Bestimmung mittels Photometrie. 1,4-Dioxan: HS-GS-MS mit deuteriertem Dioxan als internen Standard. Methylisothiazolinon: Extraktion mit Essigsäure/Methanol (80/20) mit anschließender Bestimmung an der LC-MS/MS. Halogenorganische Verbindungen (falls nicht deklariert): a) Wasserdampfdestillation, Binden der organischen Halogene an Aktivkohle, Verbrennung der Aktivkohle im Sauerstoffstrom, microcoulometrische Bestimmung des Halogengehalts; b) Reinigung der Proben mit Kieselgel, Extraktion mit Essigester, Verbrennung des Extrakts im Sauerstoffstrom, microcoulometrische Bestimmung des Halogengehalts. Parabene: Deklaration und/oder HPLC-DAD sowie LC-MS/MS. Paraffine/Erdölprodukte/apolare Silikonverbindungen: Deklaration und/oder HPLC/RI. PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe: Röntgenfluoreszenzanalyse. Steht bei Analyseergebnissen "nein", bedeutet das "unterhalb der Nachweisgrenze" der jeweiligen Testmethode.
Testmethode Pestizide in Getreideprodukten:
Glyphosat, AMPA: Extraktion, Derivatisierung, LC-MS/MS.
Testmethoden Äpfel:
Pestizide: GC/MS-Screening: ASU § 64 LFGB L00.00-34; LC/MS-MS-Screening, ASU § 64 LFGB L00.00-113; 1-Methyl-Cyclopropen (Äpfel in dicht schließenden Verpackungen): HS/GC/MS; quartäre Ammoniumverbindungen: LC-MS/MS; PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe: Röntgenfluoreszenzanalyse.
TEST Riester-Renten
Klassik- und Fondstarife
Testmethode: Bei den Noten für die Rentenleistung wurde zunächst sowohl bei den garantierten als auch bei den prognostizierten Leistungen die jeweilige Rentenrendite ermittelt. Das ist die effektive durchschnittliche Rendite, die Sparer über die gesamte Vertragslaufzeit hinweg pro Jahr erzielen, sofern sie den Vertrag nicht stornieren und dabei Renten in Höhe der ausgewiesenen garantierten Monatsrente (Rentenrendite pro Jahr - garantierte Rente-) bzw. in Höhe der ausgewiesenen prognostizierten Monatsrente inklusive Überschuss (Rentenrendite pro Jahr - Rente inklusive Überschuss) erzielen. Basis war in beiden Fällen die Sterblichkeit, die der Sparer bzw. die Sparerin je nach ihrem heutigen Lebensalter auf Basis der Generationensterbetafel 1871 bis 2004 des Statistischen Bundesamts haben (Ausprägung V2). Bei der Rentenrendite pro Jahr für die Rente inklusive Überschuss wurde zudem unterstellt, dass die vom Versicherer in Aussicht gestellte jährliche Rentensteigerung auf Basis der in der Anspar- und Rentenphase erwirtschafteten Überschüsse bis Vertragsende erreicht wird. Da Riester-Sparer zu Rentenbeginn die Wahl zwischen einer - zwar förderschädlichen, aber möglichen Kapitalabfindung, einer förderunschädlichen 30-prozentigen Kapitalentnahme mit Restverrentung und einer lebenslangen Rentenleistung haben, wurde die Destatis-Tafel zusätzlich um so genannte "Selektionseffekte" ergänzt. Das bedeutet: Genau wie die Versicherer ist ÖKO-TEST davon ausgegangen, dass nur jene Vorsorgesparer einen Riester-Vertrag abschließen, die sich gesund fühlen und dass sich nur jene zu Ruhestandbeginn für die komplette Rentenleistung entscheiden, die sich dann weiterhin gesund fühlen und daher wahrscheinlich eine höhere Lebenserwartung haben als der Bevölkerungsdurchschnitt. Um diesen Effekt bei den Rentenrenditen angemessen berücksichtigen zu können, wurden die Selektionseffekte der DAV 2004 R Sterbetafel der Versicherungswirtschaft auf die Destatis-Generationentafel übertragen, und zwar bis zum Ende der Sterbetafel. Darüber hinaus wurden bei den Renditen auf die prognostizierte Rentenleistung jene Sterblichkeitseffekte einkalkuliert, die in allen Modellfällen anfallen, weil die Vorsorgesparer nach der ÖKO-TEST-Sterbetafel früher sterben als die Versicherer bei ihren Tarifen auf Basis der DAV 2004 R-Sterbetafel unterstellen. Dazu wurde ein hypothetisches Versicherungskollektiv nach Unisex-Sterbetafel gebildet, das einem mittelgroßen Versicherer entspricht. Auch die Ermittlung der Sterblichkeitsgewinne erfolgte zunächst unabhängig vom Geschlecht, allerdings exakt differenziert nach Geburtsjahrgängen, die genau im Jahr 2012 einen Riester-Vertrag abschließen und dem Kollektiv beitreten. Anschließend wurden die so ermittelten Sterblichkeitsgewinne wiederum geschlechtsunabhängig zu 75 Prozent - wie die Mindestzuführungsverordnung vorschreibt - auf die Kunden des hypothetischen Versicherungskollektivs verteilt. Da sich die Rentenerhöhung infolge der zusätzlich ausgeschütteten Sterblichkeitsgewinne infolge der unterschiedlich langen Zahldauer der Renten bei Männern und Frauen unterschiedlich auswirkt, ergeben sich allerdings unterschiedliche Renditeeffekte je nach Geschlecht und Alter.
Anschließend wurden die so ermittelten Renditen gerankt. Zur Ermittlung des Ranges wurde die Differenz zwischen höchster und niedrigster Rentenrendite in fünf gleich große Klassen geteilt. Den Rang eins besetzten wir dabei nicht. Die Rendite des besten Anbieters im jeweiligen Musterfall markiert daher lediglich den höchsten Wert in Rangklasse 2. Die garantierten Rentenleistungen der fondsgebundenen Tarife wurden zudem nach dem gleichen Bewertungsschema eingestuft wie bei den Klassiktarifen. So kann der Laie auf Anhieb erkennen, wie gut oder schlecht die sichere Rentenleistung bei den riskanteren Fondstarifen im Vergleich zu Klassikpolicen ist. Fonds, die ihre garantierte Rentenleistung mit herabgesetztem Rentenfaktor garantieren und zugleich eine deutlich niedrigere garantierte Rentenrendite aufweisen als der Durchschnitt aller Anbieter im Musterfall, wurden beim Gesamtranking um eine halbe Klasse herabgestuft.
Die Gesamtkostenbelastung des Vertrags haben wir ermittelt, indem wir die erzielbare Ablaufleistung vor Kosten mit jenen Beträgen verglichen haben, die laut Anbieter zu Rentenbeginn auf dem Kundenkonto stehen. Die Differenz zwischen beiden Verträgen gibt an, wie viel Kapital dem Kunden infolge der Vertragskosten verloren geht. Dabei ist auch berücksichtigt, auf wie viel Verzinsung der Kunden infolge der Kosten verzichten muss.
Bei den Klassiktarifen haben wir dabei unterstellt, dass alle Einzahlungen bis Rentenbeginn mit dem Mindestzins verzinst werden, den auch der jeweilige Anbieter seinen Kunden garantiert. Das war üblicherweise der aktuelle Mindestzins von 1,75 Prozent. Von dem so ermittelten Vertragsguthaben zu Rentenbeginn vor Kosten haben wir dann jenen Betrag abgezogen, der laut Versicherer zu Rentenbeginn garantiert auf dem Kundenkonto steht. In diesem Betrag ist das garantierte Zulagenkapital berücksichtigt. Sofern der Versicherer zu dem garantierten Gesamtkapital keine oder nur eingeschränkte Angaben macht, haben wir es auf Basis des jeweiligen Vertragsangebots geschätzt.
Folgende Modellfälle wurden untersucht: Modellfall 1 Sparer, 30 Jahre alt, Single, 30.000 € Jahresbruttoeinkommen, Geb.: 1.1.1982, Rentenbeginn mit 67 (1.1.2049), Modellfall 2 Sparerin, 35 Jahre alt , 2 Kinder (5 und 7 Jahre, förderberechtigt bis einschließlich 19. Lebensjahr), Jahresbruttoeinkommen 30.000 Euro (Geburtstag Sparerin: 1.1.1977, Kind 1 Geburtstag 1.1.2005, Kind 2 Geburtstag 1.1.2007, Rentenbeginn 1.1.2044), Modellfall 3 Sparer, 55 Jahre alt, keine förderberechtigten Kinder (Familienstand egal), Jahresbruttoeinkommen: 52.500 € (Geburtstag 1.1.1957, Rentenbeginn 1.1.2022). Vertragsbeginn ist jeweils der 1.1.2012. Zudem wollen die Sparer den Vertrag zulagenoptimal besparen, also den erforderlichen Mindestbeitrag für die volle Zulagenförderung einzahlen. Das bedeutet: Im Jahr 2012 werden insgesamt vier Prozent vom Vorjahres-Bruttoeinkommen eingezahlt, wobei sich dieser Gesamtsparbetrag aus Eigenbeitrag und Zulagen zusammensetzt. Das Bruttogehalt bleibt in allen Musterfällen konstant. Weitere Annahmen, die für alle Modellfälle gelten: Die Beiträge werden monatlich gezahlt. Sofern dem Vertrag Kinderzulagen gutgeschrieben werden, laufen diese bis zum 19. Lebensjahr des Kindes. Gewählt wurden Tarife mit mindestens einer Beitragsrückgewähr bei Tod in der Ansparphase und fünf Jahren Rentengarantiezeit und einer dynamischen Rente, die im Alter - je nach Anbieter - Jahr für Jahr steigt. Bei Tarifen mit Fondsprodukten wird eine durchschnittliche Rendite der Fonds von fünf Prozent pro Jahr unterstellt.
Untersucht wurden sowohl klassische Riester-Rentenversicherungen, die das Geld in einen konservativen Mix aus festverzinslichen Wertpapieren und Immobilien sowie maximal 35 Prozent Aktien oder Aktienfonds anlegen und dafür einen Mindestzins von derzeit 1,75 Prozent garantieren und auch die Überschusserträge nach diesem konservativen Muster angelegen. Daneben werden Fondsgebundene Riester-Rentenversicherungen getestet, bei denen der Sparbeitrag von vornherein gesplittet wird: Ein kleiner Teil vom Monatsbeitrag wird nach konventionellem Anlagemix oder aber in einem statischen bzw. dynamischen Mix aus Deckungskaptial plus Garantiefonds investiert, um - wie vom Gesetzgeber gefordert - den Erhalt aller gezahlten Eigenbeiträge und Zulagen bei Rentenbeginn sicherzustellen. Der Rest fließt in Investmentfonds - wobei je nach Anbieter einer oder mehrere Aktienfonds sowie eventuell Renten- und Mischfonds zur Auswahl stehen. Für alle Fonds wurde einheitlich eine jährliche Rendite von 5 Prozent pro Jahr unterstellt.
Die Vertragsdaten wurden per Fragebogen direkt bei den Anbietern oder verdeckt am Markt erhoben, einer detaillierten Plausibilitätsprüfung unterzogen und den Anbietern zur Verifizierung zurückgespielt. Darüber hinaus haben wir uns von den Anbietern die Angebotsunterlagen für den Kunden - mindestens für den Musterfall 2 - aushändigen lassen. Bei den Versicherern, die am Test nicht teilnehmen wollten, haben wir die Angebotsunterlagen soweit möglich direkt am Markt erhoben. Die Kostenangaben in den Produktinformationsblättern wurden auf Plausibilität, Vollständigkeit Verständlichkeit und korrekte Berechnung überprüft. Eine Überprüfung, ob die ausgewiesenen Überschusserträge vom jeweiligen Versicherer auch wirklich dauerhaft erwirtschaftet werden können, erfolgte nicht, genauso wie auch keine Überprüfung erfolgte, ob die besparten Fonds auch dauerhaft eine Rendite von 5 Prozent erzielen können. Auf Basis dieser Daten und der eigens für diesen Test entwickelten Sterbetafel , die ÖKO-TEST vom Büro für Versicherungs- und Finanzmathematik mathconcepts, Berlin, zur Verfügung gestellt wurde, haben wir die Rentenrenditen für die Tarife in den verschiedenen Modellfällen. Daneben haben wir auch die Renditen berechnet, die Sparer bis zum 80., 85. und 90.Lebensjahr erzielen. Die abschließende Auswahl der Kriterien, die Bewertung der Inhalte und das abschließende Ranking der Tarife wurden allein von ÖKO-TEST vorgenommen.
Renditevergleich
Testmethode: Für den Renditevergleich wurden die Leistungen und die Renditen von Riester-Rentenversicherungen den Leistungen ungeförderter Privatrenten mit gleicher Laufzeit und gleicher Jahresprämie gegenübergestellt. Dabei wurde jeweils die Differenz zwischen den Rentenrenditen je Modellfall ermittelt und zwar separat für die Rentenrendite bei Erhalt der garantierten Rentenleistung und die Rentenrendite bei Erhalt der prognostizierten Rentenleistung. Die Differenz bei den Rentenrenditen auf die garantierte Rente gibt exakt an, wie groß die Unterschiede bei den einkalkulierten Vertragskosten sind. Die Differenz bei der Rentenrendite auf die prognostizierte Leistung verrät, ob etwaige Kostenunterschiede später durch unterschiedliche Überschussgutschriften oder einen anderen Dynamiksatz im Rentenbezug angeglichen oder ausgeweitet werden. Renditeverzerrende Effekte, die sich ergeben können, weil Riester-Renten bereits mit einer Unisex-Sterbetafel kalkuliert werden, ungeförderte Tarife bislang dagegen noch nicht, wurden im Vorfeld des Vergleichs durch Korrektur der Riester-Rentenrenditen eliminiert. Gleichzeitig wurden auch die absoluten Leistungen miteinander verglichen und jeweils die Differenz zwischen den garantierten und prognostizierten Rentenleistungen sowie den Kapitalbeträgen gebildet, die als Garantiekapital und als Gesamtkapital inkl. Überschuss (prognostiziertes Kapital) zu Rentenbeginn auf dem jeweiligen Vertragskonto stehen.
Ausgewählt wurden Anbieter aus dem Test Altersvorsorge für Selbstständige, Erstveröffentlichung ÖKO-TEST, Ausgabe 3/2012 und dem Test ÖKO-TEST Ausgabe 09/2012, die sowohl eine Riester-Rente als auch eine ungeförderte Privat-Rente anbieten und zumindest für einen Test nach eigenen Angaben jeweils ihre Standard-Tarife gemeldet hatten. Nur in Ausnahmefällen haben wir auf verdeckt erhobene Angebote zurückgegriffen. Verglichen wurden ausschließlich klassische Rentenversicherungen. Bei den Modelfällen mussten folgende Grundannahmen erfüllt sein: Die Sparer haben bei Vertragsbeginn dasselbe Alter. Der Vertrag läuft über die gleiche Laufzeit, Rentenbeginn soll jeweils mit 65 Jahren sein. Sowohl in den Riester-Vertrag als auch in den ungeförderten Vertrag fließen jeweils 1.200 pro Jahr, wobei diese Summe bei der ungeförderten Police aus eigenen Mittel bestritten wird. Beim Riester-Vertrag setzt sich die Summe aus Eigenbeitrag plus Zulagen zusammen. Die Einzahlung der Eigenbeiträge erfolgt monatlich.
Verglichen wurden ausschließlich Tarife mit mindestens Beitragsrückgewähr sowie einer dynamischen Rente, die im Alter - je nach Anbieter - Jahr für Jahr steigt. Die Vertragsdaten wurden dem Test Altersvorsorge für Selbstständige Erstveröffentlichung ÖKO-TEST, Ausgabe 03/2012 und hier dem Test für ungeförderte Rentenversicherungen bzw. für Riester-Renten entnommen sowie den aktuellen Test von Riester-Policen, Erstveröffentlichung ÖKO-TEST, Ausgabe 09/2012 entnommen. Auf Basis der eigens für diese Tests entwickelten Sterbetafeln, die ÖKO-TEST vom Büro für Versicherungs- und Finanzmathematik mathconcepts, Berlin, zur Verfügung gestellt wurden, errechnete ÖKO-TEST nicht nur die Rentenrenditen für die Tarife in den verschiedenen Modellfällen. Für den Vergleich berechnete ÖKO-TEST auch die Renditedifferenz, die sich bei Riester-Renten infolge der Kalkulation der Renten mit einer Unisex-Sterbetafel ergeben. Um verzerrende Effekte infolge unterschiedlicher Sterbetafeln auszugleichen, wurden vor dem Vergleich die ursprünglichen Riester-Renten-Renditen bei den Männern um diese Renditedifferenz angehoben. Die abschließende Auswahl der Kriterien, die Bewertung der Inhalte und das abschließende Ranking der Tarife wurden allein von ÖKO-TEST vorgenommen.




















