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ÖKO-TEST September 2012
TestRiester-Renten
Weniger Leistung, mehr Risiko
Riester-Renten



Allein die Kostenangaben sind eine Katastrophe. Kein einziger Anbieter weist die gesamten Kosten - und damit seinen Verdienst - in Euro und Cent aus. ÖKO-TEST hat nachgerechnet - und das Ergebnis zieht einem die Schuhe aus und macht das Verwirrspiel um die Kosten verständlich - zumindest aus Sicht der Anbieter. Im Musterfall 1, dem 30- jährigen Single, fressen die Vertragskosten in drei Viertel aller Fälle nicht nur die staatliche Förderung komplett auf, sondern meist sogar ein Vielfaches davon. Von den insgesamt 5.698 Euro, die der Durchschnittsverdiener in 37 Sparjahren vom Staat an Zulagen bekommt, bleibt ihm unterm Strich kein einziger Cent mehr übrig. Denn im Schnitt werden 7.468 Euro an Vertragskosten fällig. Das ist umgerechnet das 1,3-Fache der Zulagensumme. Bei teuren Anbietern, wie der Württembergischen Leben, ist der Vermögensverlust durch Vertragskosten mit 11.950 Euro sogar mehr als doppelt so hoch wie die staatliche Förderung. Kein Wunder daher, dass Kritiker, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) bemängeln, dass sich die Riester-Rente nicht lohnt. Ungeförderte Policen sind oft preiswerter.

Auch für die 35-jährige alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern ist der Riester-Vertrag teuer. Weil sie weniger Eigenbeitrag leisten muss als der 30-jährige Sparer und der Vertrag zudem eine etwas kürzere Ansparphase hat, fallen die Vertragskosten mit durchschnittlich 5.736 Euro bei ihr zwar etwas niedriger aus als im Musterfall 1. Außerdem spendiert der Staat in diesem Fall deutlich mehr Förderung. Als Mutter mit zwei Kindern stehen ihr neben der Grundzulage auch noch zwei Kinderzulagen zu. Macht insgesamt 10.108 Euro, die der Staat in 32 Sparjahren an Zulagen spendiert. Mehr als die Hälfte davon (57 Prozent) kassieren die Anbieter in Form von Vertragskosten aber gleich wieder ein.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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