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ÖKO-TEST September 2012
TestGlyphosat in Getreideprodukten
Gift im Korn
Glyphosat in Getreideprodukten



Als besonders brisant erwiesen sich neuere Studien aus Frankreich und Argentinien. So konnten französische Wissenschaftler zeigen, dass bereits geringe Mengen von Roundup ausreichen, um menschliche Zellkulturen zu schädigen. In einer argentinischen Untersuchung führte die Gabe von Roundup bzw. Glyphosat zu Missbildungen bei Frosch- und Hühnerembryonen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das die Studien für die EU begutachtete, stufte die Ergebnisse jedoch als nicht relevant für den Menschen ein. Begründung: Die Durchführung und Bewertung seien nicht nach international anerkannten Regeln erfolgt. Andere Wissenschaftler wie die Biologin Dr. Beatrix Tappeser vom Bundesamt für Naturschutz sind da deutlich vorsichtiger. Tappeser fordert die dringende Überprüfung der Ergebnisse. Sie befürchtet eine insgesamt zunehmende Belastung von Umwelt und Lebensmitteln mit dem Stoff. Aufhorchen ließ zudem eine aktuelle Untersuchung der Universität Leipzig: Die Wissenschaftler fanden Glyphosat im Urin von Menschen. Allerdings wollte die Uni uns auf Anfrage keine näheren Angaben machen, denn die Studie sei noch nicht veröffentlicht.

Tatsächlich hat sich der Verbrauch glyphosathaltiger Mittel nach Zahlen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) seit Ende der Neunzigerjahre fast verdoppelt, auf etwa 15.000 Tonnen pro Jahr. Besonders schockierend ist das Ausbringen kurz vor der Ernte. Dabei spritzt man die Herbizide direkt auf die zu erntenden Kulturpflanzen, wodurch nicht nur die Unkräuter, sondern auch das Getreide eine kräftige Portion Gift abbekommen. Gerade in nassen Sommern begünstigt dieses Verfahren das Ausreifen der Getreidekörner. Die Anwendung ist aber nicht auf Getreidefelder beschränkt, auch Hülsenfrüchte und Ölsaaten dürfen kurz vor der Ernte noch gespritzt werden. Bemerkenswert ist, dass in der Regel nur eine Woche Wartezeit eingehalten werden muss, bis geerntet werden darf. Zwar gilt Glyphosat als ein Stoff, der sich schnell abbaut, Rückstände sind trotzdem zu erwarten.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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