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ÖKO-TEST August 2012
Test
Sterbegeldversicherungen
Genug Geld für den letzten Weg?
Sterbegeldversicherungen

ÖKO-TEST August 2012
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Große Unterschiede gibt es bei der Frist bis zum Vollschutz. So bekommt in der Regel eine sofortige Absicherung, wer bereit ist, Gesundheitsfragen zu beantworten. Hier darf auf keinen Fall gemogelt werden. "Wenn eine Anzeigenpflichtverletzung vorliegt, die zu einer Ablehnung geführt hätte, werden die eingezahlten Beiträge zu 80 Prozent erstattet. Bei einer Anzeigenpflichtverletzung, die zu einem Risikozuschlag geführt hätte, wird dieser erhoben und von der auszuzahlenden Versicherungssumme abgezogen", erläutert Monuta-Sprecherin Mira Achenbach die Rechtsfolgen. Eine Wartezeit von 24 Monaten trotz Gesundheitsfragen verlangt der Volkswohlbund. Er zahlt aber, falls der Kunde im zweiten Vertragsjahr stirbt, die Hälfte der Versicherungssumme aus. Viel besser sind da Tarife der Fürsorgekasse von 1908 und Hinterbliebenenkasse für Heilberufe, die ohne Gesundheitsfragen zumindest bei den 50jährigen nach sechs Monaten die volle Todesfallabsicherung bieten. Bei anderen Anbietern muss man bis zu 36 Monate warten.

Frauen kommen derzeit noch etwas günstiger an eine Police. Lediglich die Landeslebenshilfe hat schon einen Unisextarif. Im kommenden Jahr dürfte der Preis für Frauen allerdings stark in Richtung Männertarif gehen. Frauen, die eine Sterbegeldversicherung abschließen wollen, sollten es daher noch in diesem Jahr tun.

Besonders für jüngere Menschen gibt es eine kostengünstige Alternative. Sie können eine Risikolebensversicherung mit einer kleinen, langsam nach unten fallenden Todesfallsumme von beispielsweise 10.000 Euro abschließen. Pro Jahr kostet das selbst einen 50-Jährigen bei einer Laufzeit von 15 Jahren nur rund 30 Euro. Die Differenz zum Beitrag für eine Sterbegeldversicherung kann man ansparen, um mit der wachsenden Rücklage nach Auslaufen der Risikopolice genug Geld zu haben, um würdig den letzten Weg antreten zu können.

Kompakt

Viele Verweigerer wollen keine Transparenz

Viele Anbieter wollten sich nicht testen lassen. In den wenigsten Fällen wurde dies wie von der Nürnberger mit dem Hinweis auf künftige Unisextarife begründet. Auch die Gothaer und Asstel entschuldigten ihre Nichtteilnahme mit einer aktuellen Überarbeitung der Tarife. Die ARAG möchte solche "klassischen" Produkte künftig gar nicht mehr in den Fokus ihres Verkaufs stellen. Die Condor begründete ihre Absage mit Personalmangel, die Direkt Leben verkauft ausgerechnet die abgefragten Modellfälle nicht. Ärger über einen früheren Test von Stiftung Warentest waren für die Sterbekasse Hoffnung und die Sterbegeldversicherung VV Rasselstein Grund genug, uns abzusagen. Da die meisten Anbieter ihre Verweigerung aber nicht begründeten, liegt der Schluss nahe, dass allein ein schlechtes Abschneiden die wahre Motivation dafür ist, sich nicht in die Karten schauen zu lassen. Verbraucher sollten bei solchen Anbietern besonders skeptisch sein. Ohne Grund verweigerten den Test oder antworteten erst gar nicht: Allgemeine Sterbekasse Duisburg/Oberhausen, Allianz, Barmenia, Basler, Concordia, Bochumer Versicherungsverein, Höchster Sterbekasse, Continentale, Generali, Ideal, Inter, Itzehoer, Karlsruher, LV1871, LVM, Mylife, Kurhessische Poststerbekasse Kassel, R+V, Sterbekasse Niederrhein, Sterbekasse Evangelischer Freikirchen, Stuttgarter, Uelzener, WWK, Vorsorgekasse Hoesch Dortmund; VPV und Württembergische.




Inhalt

» Allein für die Beerdigungskosten fallen je nach Umfang ...
» Bei der Fürsorgekasse von 1908 aus Krefeld ...
» Leicht besser sieht es aus, wenn man die ...
» Große Unterschiede gibt es bei der Frist bis zum ...

Ergänzung

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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