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ÖKO-TEST August 2012
TestSterbegeldversicherungen
Genug Geld für den letzten Weg?
Sterbegeldversicherungen



Bei der Fürsorgekasse von 1908 aus Krefeld kostet der 4.000-Euro-Schutz für 50-jährige Frauen mit einer Zahldauer bis zum 65. Lebensjahr nur 169 Euro pro Jahr. Zweitgünstigster Anbieter ist in diesem Modellfall die Hinterbliebenenkasse der Heilberufe, die pro Jahr 178 Euro verlangt. Auf sie folgt mit einem Preis von 187 Euro die Solidar, ebenfalls eine Sterbekasse. Erst an vierter Stelle steht der erste Lebensversicherer, die niederländische Monuta mit einer Jahresprämie von 196 Euro. Auch bei 50-jährigen Männern hat die Fürsorgekasse von 1908 die Nase vorne, wiederum gefolgt von der Hinterbliebenenkasse der Heilberufe. Die guten Ergebnisse der Sterbegeldkassen resultieren daraus, dass sie anders kalkulieren dürfen als große Lebensversicherer. So rechnet etwa die Fürsorgekasse von 1908 derzeit noch mit einem Garantiezins von 3,25 Prozent. Ganz anders die Lebensversicherer. "Die Vorgabe eines Höchstrechnungszinses führt dazu, dass die Versicherer ihre Tarife derzeit mit 1,75 Prozent kalkulieren", erläutert Sven Gebauer von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). Andererseits dürfen Sterbekassen, wenn sie in eine finanzielle Schieflage geraten, ihre Beiträge erhöhen oder die Leistungen kürzen. Demgegenüber müssen Lebensversicherer genügend Rücklagen bilden, um alle Kundenansprüche zu erfüllen.

Nur 36 Tarife erreichen Rang 2, alle entfallen auf Modellfälle mit dem Einstiegsalter 50 Jahre. Denn bei späterem Vertragsabschluss geht die Police richtig ins Geld. Frauen und Männer, die erst mit 65 einen Vertrag schließen, haben in allen 68 Tarifen am Ende der Beitragszahlungszeit mit 85 Jahren mehr in die Versicherung eingezahlt, als ihnen als Todesfallleistung garantiert wird. Im schlechtesten Fall zahlt ein Mann bei der Ergo Direkt für eine Absicherung von 8.000 Euro mit 16.990 Euro mehr als das Doppelte in die Versicherung ein. Im "besten" Fall summieren sich die über 20 Jahre gezahlten Beiträge auf 10.762 Euro, die Überzahlung beträgt "nur" 2.762 Euro. Auch wenn die Zahlen für andere Modellfälle ein wenig günstiger sind, konnte kein Tarif den 1. Rang erreichen.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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