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ÖKO-TEST August 2012
TestWeißdornpräparate
Zum Davonlaufen
Weißdornpräparate

Wenn das Herz nicht mehr kräftig genug pumpt, äußert sich dies in Müdigkeit, Kurzatmigkeit und Schwächegefühl. Dann ist ärztliche Hilfe angeraten. Zwar versprechen auch rezeptfrei erhältliche Weißdornpräparate Besserung - aber die Wirkung lässt zu wünschen übrig, wie unser Test ergab.


Dass mit zunehmendem Alter die Leistungsfähigkeit nachlässt, ist normal. Daher war es ebenso erstaunlich wie bewundernswert, was der Inder Fauja Singh 2010 in Toronto vollbrachte: Er lief als erster Hundertjähriger einen Marathon.

Nicht normal ist es jedoch, wenn man in mittleren Jahren schon beim Treppensteigen in den zweiten Stock seine Wohnungstür nur noch keuchend erreicht. Kommen neben der Atemnot noch weitere Symptome wie Müdigkeit und Wasseransammlungen in den Beinen (Ödeme) hinzu, liegt der Verdacht auf eine Herzschwäche nahe. Das Herz ist dann nicht mehr in der Lage, den Körper ausreichend mit Blut und damit Sauerstoff zu versorgen.

Die im Fachjargon Herzinsuffizienz genannte Erkrankung trifft ältere Menschen häufiger als junge: Weniger als ein Prozent der 45- bis 55-Jährigen sind betroffen, schon zwei bis fünf Prozent der 65- bis 75-Jährigen und fast jeder zehnte über 80-Jährige. Hierzulande wurden allein 2009 nach Angaben der Deutschen Herzstiftung über 363.000 Patienten mit einer Herzschwäche in ein Krankenhaus eingeliefert, 49.000 starben an einer Herzinsuffizienz.

Die koronare Herzkrankheit (KHK) und Bluthochdruck verursachen am häufigsten eine Herzschwäche. Bei der KHK verengen Ablagerungen die Herzkranzgefäße, wodurch der Herzmuskel bei Anstrengung nicht mehr gut mit Sauerstoff versorgt werden kann. Ist der Blutdruck zu hoch, muss das Herz ständig gegen einen erhöhten Widerstand anpumpen.

Wer also bei Anstrengung schnell ermüdet, an Atemnot oder Herzrasen leidet und möglicherweise auch noch Hinweise auf Ödeme an sich entdeckt, beispielsweise weil die Socken am Unterschenkel einschnüren, sollte auf alle Fälle einen Arzt aufsuchen. "Typischerweise sind es die Veränderungen in der körperlichen Leistungsfähigkeit, die den Patienten auffällt", erklärt Professor Attila Altiner, Allgemeinmediziner an der Universität Rostock. "Da kann jemand früher mit zwei Einkaufstüten problemlos in den vierten Stock hochgekommen sein, jetzt aber nicht mehr."



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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