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ÖKO-TEST August 2012
TestSpaghetti
Alles paletti?
Spaghetti



Wir haben 25-mal Spaghetti aus Hartweizengries eingekauft, darunter die allseits bekannten Marken. Für alle, die auch mit einer No-Name-Nudel leben können, kamen Produkte vom Discounter und aus dem Supermarkt hinzu. Neun Marken stammen aus biologischer Erzeugung, fünf davon sind Vollkornerzeugnisse. Im Labor wurden die Nudeln auf Schimmelpilzgifte, Pestizidrückstände und Allergene geprüft. Steckten sie in Pappkartons, wurde auch auf eine mögliche Belastung mit Mineralöl untersucht.

Das Testergebnis

Über die Hälfte zu empfehlen: Zehn Marken schneiden mit "sehr gut" und vier mit "gut" ab. Die übrigen erreichen nur mittlere Noten. Im Einzelnen kritisieren wir zu viel Schimmelpilzgift sowie nicht deklariertes Hühnereiprotein, das Allergikern zu schaffen machen kann. In einem Fall sind die Spaghetti mit Mineralöl belastet.

Schimmelpilzgifte - da hört der Spaß auf. Drei Produkte enthalten erhöhte Gehalte von Schimmelpilzgiften, wofür es Notenabzug gibt. Denn wer eine 125-Gramm-Portion dieser belasteten Nudeln verzehrt, nimmt bereits mehr als die Hälfte der von Fachleuten tolerierten Tagesdosis auf. Gefunden wurden zwei unterschiedliche Gifte. So stecken in den Spaghetti von Netto und Rossmann erhöhte Mengen an Deoxynivalenol (DON) und in den Spaghetti von Alnatura relativ viel T2- und HT-2-Toxine. Beide Toxine stören den Zellstoffwechsel, wobei DON vor allem das Immunsystem schädigt und die T2- und HT-2-Toxine Störungen der Blutbildung verursachen.

Vorsicht Allergene: In zehn Spaghettimarken wies das Labor Spuren von Hühnereiklarprotein nach. Da der Hinweis "Kann Spuren von Ei enthalten" auf den Packungen jedoch fehlt, könnten Menschen mit einer Hühnereiallergie irrtümlich glauben, diese Produkte seien für sie geeignet. Noch problematischer ist es, wenn Spaghetti als eifrei beworben werden, in Wirklichkeit aber Ei-Allergene enthalten, wie die Byodo Spaghetti und 3 Glocken Genuss Pur Spaghetti. Ein Unding, was unter den Weiteren Mängeln zu einer zusätzlichen Abwertung führt.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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