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ÖKO-TEST August 2012
TestSpaghetti
Alles paletti?
Spaghetti



Nudeln werden in Deutschland immer beliebter. Lag der Teigwarenverbrauch zu Beginn der 80er-Jahre noch bei rund vier Kilogramm pro Kopf und Jahr, liegt er heute - also 30 Jahre später - schon auf einem doppelt so hohen Niveau. Das ist natürlich immer noch meilenweit vom Pastakonsum der Italiener entfernt, die mit 26 Kilogramm Nudeln pro Kopf und Jahr Weltmeister im Nudelessen sind.

So schlicht der Teig aus Mehl und Wasser auch ist, die Nudelformen, die man daraus herstellt, sind zahlreich. In Italien soll es über 600 Formate geben. Die mit Abstand populärste Sorte sind jedoch Spaghetti. Das ist auch kein Wunder, denn sie verbinden sich gut mit den unterschiedlichsten Saucen, egal ob es sich dabei um eine klassische Tomatensauce handelt oder einen Sugo mit Meeresfrüchten.

Dennoch sind Spaghetti nicht gleich Spaghetti - zumindest nicht für echte Fans. So lassen manche nur Barilla Spaghetti N. 5 auf ihren Teller, während andere mit Buitoni Spaghetti 72 am glücklichsten sind. Einhellige Begründung: Die Nudeldicke muss stimmen. Erst dann wird das Spaghettiessen zum wahren Genuss.

Auch auf die Gefahr hin, hier enttäuschen zu müssen: Richtig ist, dass alle Spaghetti ähnlich dick sind und als gekochtes Exemplar ungefähr zwei Millimeter im Querschnitt messen. Vielleicht machen ja doch nur Markenpolitik und Werbung den Unterschied. Oder die Bevorzugung einer ganz bestimmten Marke ist die Folge von Erfahrungen mit Formaten, die den Spaghetti zum Verwechseln ähneln, etwa den Spaghettini, die deutlich dünner sind, oder den Spaghettoni, deren Durchmesser dicker ist.

Allerdings könnten auch Qualitätsunterschiede anderer Art eine Rolle spielen. So sollen zum Beispiel Hartweizenmehle mit hohem Glutengehalt das Kochverhalten verbessern. Eine besondere Qualität verspricht die traditionelle Herstellung mit Bronzeformen, die neuerdings auf manchen Produkten in Form eines goldenen Prädikats zu neuem Leben erweckt wird. Das Verfahren führt zu einer raueren Nudeloberfläche und soll für eine bessere Saucenbindung sorgen. Einige Hersteller legen überdies Wert auf eine schonende und bis zu 36 Stunden dauernde Trocknung. Da mutet die gängige Produktion der Einheitsnudel trist an: Der Teig wird mit hoher Geschwindigkeit durch Teflonformen gejagt und ist innerhalb weniger Stunden trocken.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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