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ÖKO-TEST Juli 2012
TestRollrasen
Grün ist die Hoffnung
Rollrasen



Heute wird der neue Rasen eingeweiht. Kerstin Just aus dem Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen hat Freunde eingeladen. Auf dem satten Grün liegt eine rote Picknickdecke, die anderthalbjährigen Kinder füßeln barfuß durchs frische Gras und quietschen vor Vergnügen, alles ist perfekt.

Dabei sah es im knapp 70 Quadratmeter großen Garten der 40-jährigen Grafikdesignerin vor zwei Wochen noch ganz anders aus: Wüst, vertrocknet und hellbraun. Doch dann rückten gegen neun Uhr morgens die Mitarbeiter eines kleinen Gartenbaubetriebs an. Im Gepäck 70 Bahnen Rollrasen.

Die alte Grasnarbe wurde abgetragen, der Boden mit einer Fräse gelockert. Die Fachleute harkten, walzten, wässerten und legten die Soden - so heißen die ausgestochenen Grasstücke im Fachjargon - Naht an Naht nebeneinander. Nachmittags um drei war alles grün. Es folgten zwei Wochen intensiver Bewässerung - zweimal am Tag für jeweils eine Stunde ließ Kerstin Just die vor dem Verlegen eingebaute Beregnungsanlage laufen. Nach 14 Tagen verpasste der Chef des Gartenbaubetriebs dem saftigen Grün den ersten moderaten Schnitt auf sechs Zentimeter Höhe. Der Rasen war dank Temperaturen um die 20 Grad Celsius gut angewachsen, die Schonfrist damit abgelaufen: Rasen frei für einen wunderbaren Sommer im Grünen.

Die Vorteile von Fertigrasen gegenüber einem selbst ausgesäten Rasen liegen klar auf der Hand. Die Wartezeit bis zu einer möglichen Belastung des Rollrasens ist mit zwei bis drei Wochen unschlagbar kurz. Wer neu einsät, muss je nach Witterung mindestens acht bis zehn Wochen vergehen lassen, bevor er auch nur daran denken kann, die neue Grünfläche für Sport, Spiel und Erholung zu nutzen. Die mühsame Arbeit des Säens und Pflegens übernimmt der Rasenhersteller. Meist wird das Saatgut dort auf großen Feldern ausgesät. In diesen Rasenschulen wird er bewässert, gewalzt, gemäht und gedüngt, bevor der Rasen dann nach gut einem Jahr mit Spezialmaschinen geerntet wird. Diese schälen häufig 40 x 250 Zentimeter große Stücke ab - das entspricht genau einem Quadratmeter. Der Rasenproduzent trägt dabei alle Risiken, die die Jugendphase mit sich bringt: Dass die Saat nicht aufgeht, dass freche Vögel sich über den Samen hermachen, dass die keimenden Pflänzchen vertrocknen oder der neue Rasen aussieht wie ein braungrüner Flickenteppich. Das sind gute Gründe dafür, dass Rollrasen auch in immer mehr Privatgärten Einzug hält.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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