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ÖKO-TEST Juli 2012
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Fett verzichtbar
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Schuld sind die Inuit in Grönland. Schuld daran, dass Omega-3-Fettsäuren so enorm beliebt sind. Dänische Wissenschaftler um Jorn Dyerberg rückten diese Stoffe bereits in den frühen 70er-Jahren ins Rampenlicht. Denn die Forscher hatten festgestellt, dass in Grönland lebende Inuit seltener an Herzinfarkt erkrankten als eine vergleichbare Gruppe Dänen. Dyerberg machte den reichlichen Verzehr von fettreichen Meeresfischen und deren hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren für die vorbeugende Wirkung verantwortlich.

Dass Meeresfische so reich an Omega-3-Fettsäuren sind, hängt mit ihrer Nahrung zusammen. Einige Algen enthalten die Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Alpha-Linolensäure (ALA), eine Vorstufe von EPA und DHA, steckt ebenfalls in Algen und Plankton. Diese Substanzen sorgen dafür, dass die Pflanzenzellen auch bei kalten Temperaturen flexibel bleiben. Der gleiche Effekt ermöglicht es wiederum den Fischen, die Algen und Plankton fressen, im eiskalten Meerwasser zu überleben. Auch beim Menschen werden die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in die Zellwände eingebaut und halten sie elastisch. Außerdem sind sie wichtig für die Immunabwehr.

Den Untersuchungen von Dyerberg und seinem Team folgten in den vergangenen 40 Jahren zahlreiche Studien. Und sie scheinen die Vermutung der dänischen Omega-3-Pioniere zu bestätigen, dass regelmäßiger Fischverzehr Herzinfarkten vorbeugen kann und zur Senkung erhöhter Blutfettwerte (Triglyceridwerte) beiträgt. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hält den Zusammenhang zwischen dem Verzehr von DHA und EPA und einer vorbeugenden Wirkung vor Herz- und Gefäßerkrankungen für bewiesen. Laut einer Studie aus dem Jahr 2006 reduziere sich das Risiko um etwa 30 Prozent, wenn zwischen 150 und 500 Milligramm DHA/EPA pro Tag verzehrt werden. Höhere Dosen reduzierten das Risiko nicht mehr. Die DGE hält daher eine Aufnahme von 250 Milligramm DHA und EPA pro Tag für wirksam.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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