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ÖKO-TEST Juli 2012
TestErfrischungsgetränke
Tea amo
Erfrischungsgetränke



Plötzlich war die Flasche mit dem blassbraunen Inhalt im Fernsehen. In jeder Nachrichtensendung, zur besten Sendezeit. Club-Mate, das Getränk einer kleinen fränkischen Familienbrauerei, die sich nie Fernsehwerbung leisten könnte. Nicht einmal eine Abiparty würde Club-Mate sponsern. Der Grund für die plötzliche Medienpräsenz: Die Wahlerfolge der Piratenpartei. "Club-Mate war bei Computerfreaks schon immer sehr beliebt, weil es wach hält, aber trotzdem nicht so nach Gummibärchen schmeckt wie ein süßer Energydrink", erklärt Aleks Lessmann, politischer Geschäftsführer der Piratenpartei in Bayern.

Der Erfolg von Fritz-Kola und Fritz-Limo war da schon geplanter. Weil die Firmengründer Lorenz Hampl und Mirco Wolf Wiegert aber zu wenig Geld hatten, um bei einer Werbeagentur ein eigenes Logo entwickeln zu lassen, wurden kurzerhand die eigenen Gesichter auf die Flaschen gedruckt. So konnte nachher auch kein anderer Limohersteller klagen, dass mit dem Logo Markenrechte verletzt würden.

Auf der Suche nach einer Alternative zu Cola und Fanta war Nils Beierlein aus Mainz. Die Eistees aus dem Supermarkt: "Zu süß, und alle aus fertigen Grundstoffen hergestellt", urteilt der Erfinder des alternativen Eistees Ailaike. Sein Konzept: zurück zu den Anfängen des Eistees. Da gehören echter Tee statt Teeextrakt und eine Menge Eiswürfel zum schockschnellen Herunterkühlen einfach dazu. Ailaike ist damit anders und vor allem individueller als die Getränke der großen Konzerne, die es an jedem Bahnhofskiosk gibt.

Manchmal steckt hinter einer vermeintlich alternativen Erfrischung aber auch ein ganz Großer der Branche: Hinter Bionade etwa Dr. Oetker. The Spirit of Georgia kommt aus dem Hause Coca-Cola. Wer eine Flasche Aloha Surf-Soda oder die an eine fernöstliche Vase erinnernde Flasche von Arizona in der Hand hält: Die Warsteiner-Gruppe und Erfrischungsgigant Refresco lassen grüßen.

Dass sich aber auch an den neuartigen Erfrischungsgetränken die Geister scheiden, zeigt sich deutlich am Bubble-Tea. Das sind Mischungen aus Sirup, Tee, Eiswürfeln und bunten Geleekügelchen. Was für zwölfjährige Facebook-Jünger Kult ist, kann für die Eltern das blanke Grauen sein. Warum nur steckt der Nachwuchs fast sein komplettes Taschengeld in klebrig süße, leuchtend bunte Drinks mit zähen Gummiperlen, die schon so manchem im wahrsten Sinne des Wortes im Halse stecken geblieben sind? Auch Energydrinks, die immer öfter in der XXL-Dose daherkommen, werden skeptisch beäugt. Kann eine Dose auf der zig Warnhinweise abgedruckt sind, ein gutes Getränk sein?



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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