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TestBlutfettsenker
Fett verzichtbar
Blutfettsenker


Im ÖKO-TEST: 25 Blutfettsenker (Triglyceridsenker), davon drei Medikamente mit Fischöl. Ein weiteres Arzneimittel mit Phospholipiden aus Sojabohnen soll gegen einen leicht erhöhten Cholesterinspiegel im Blut wirken. Die Mehrzahl der 21 Nahrungsergänzungsmittel enthält Fischöle mit den Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. In den pflanzlichen Präparaten steckt Alpha-Linolensäure aus Leinöl- oder Perillaöl.

Das Testergebnis

Nahrungsergänzungsmittel fallen durch: Keines kommt über ein "Befriedigend" hinaus. Deutlich besser schneiden die Arzneimittel ab.

Wirksamkeit nicht belegt: Das pflanzliche Arzneimittel Lipopharm enthält Phospholipide aus Sojabohnen und soll gegen leicht erhöhte Cholesterinwerte wirken. Allerdings fehlen belastbare, klinische Daten für das Produkt. Außerdem liegt keine Empfehlung einer medizinisch-internistischen Fachgesellschaft vor, die den Einsatz von Sojabohnenphospholipiden zur Therapie von Fettstoffwechselstörungen rechtfertigen würde. Die drei Arzneimittel mit Fischöl hingegen eignen sich zur Senkung stark erhöhter Triglyceridspiegel. Eingenommen werden sollten sie zusätzlich nur, wenn Diät allein den Blutfettspiegel nicht ausreichend senkt.

Dem Gesunden nützen die Omega-3-Kapseln nichts. Ob Fisch-, Lein- oder Perillaöl: Eine zusätzliche Aufnahme der Omega-3-Fettsäuren DHA, EPA und Alpha-Linolensäure mit Nahrungsergänzungsmitteln ist für gesunde Menschen unnötig. Und auch Schwangere und Stillende, denen die DGE zu einer Zufuhr von mindestens 200 Milligramm DHA pro Tag rät, sind nicht auf die Kapseln angewiesen. Ein bis zwei Seefischmahlzeiten pro Woche liefern genug DHA.

Keine ökologische Alternative zur Fischmahlzeit: Die Überfischung der Weltmeere nimmt nicht ab. Im Gegenteil: Auch das Futter der Zuchtlachse in den Aquakulturen der norwegischen Fjorde oder in den Netzkäfigen vor der Küste Chiles besteht zum großen Teil aus Fischmehl und -öl. Da das keine ökologische Alternative zu den wünschenswerten ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche ist, werten wir Nahrungsergänzungsmittel ab, die Fischöl enthalten. In den wirksamen Arzneimitteln mit ihrem klar umrissenen Anwendungsgebiet kritisieren wir den Einsatz von Fischöl nicht.

Ohne Vitamin E wird’s ranzig: Öl mit einem sehr hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist besonders oxidationsanfällig. Vitamin E schützt vor dem schädlichen Einfluss des Sauerstoffs. Im Körper werden die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in Zellmembranen eingebaut und auch hier bedürfen sie eines Schutzes vor Oxidation. Ein Mehr an mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Nahrung sollte daher mit einem Mehr an Antioxidantien wie Vitamin E einhergehen. Deshalb sollten Omega-3-Präparate Vitamin E enthalten. Zwei Produkten fehlt dieser Oxidationsschutz.

"Frei" formuliert oder schlicht falsch: Etliche Narungsergänzungsmittel fallen mit fragwürdigen Auslobungen auf ihren Verpackungen negativ auf. Formulierungen wie "herzgesunde Ernährung", "gesundes Herzkreislaufsystem" oder in Bezug auf DHA/EPA "Regulierung des Cholesterinspiegels" zielen auf die Gesundheit oder die Gesund­erhaltung von Organen oder -funktionen. Viele gesundheitsbezogene Angaben sind nicht durch wissenschaftliche Stellungnahmen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit gedeckt.




Inhalt

» Schuld an der Beliebheit von Omega-3-Fettsäuren sind ...
» Im ÖKO-TEST: 25 Blutfettsenker ...

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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