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ÖKO-TEST Juni 2012
TestBetriebliche Altersvorsorge
Finger weg
Betriebliche Altersvorsorge

Die betriebliche Altersversorgung gilt als bequem und lukrativ. Unser Test zeigt: Das ist ein Irrtum, der für Arbeitgeber sogar strafrechtliche Konsequenzen haben kann.


Heribert Karch, Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (aba) und zugleich Geschäftsführer beim Branchenversorgungswerk Metallrente, ist fest überzeugt, dass die Vorsorge über den Betrieb die effizienteste und kostengünstigste Form der Altersvorsorge ist. Betriebsrenten seien auch privaten Riester- oder Rürup-Renten überlegen. Ein Grund: Bei der Betriebsrente könnten Arbeitnehmer von der Nachfragemacht des Arbeitgebers und seiner Fachkompetenz profitieren sowie von kostengünstigen Strukturen. "Der Arbeitnehmer erhält dadurch eine Altersversorgung, die er als Einzelner so nicht aushandeln könnte", rührt Karch eifrig die Werbetrommel für die Betriebliche Altersvorsorge.

Auch um die Auswahl des sogenannten Durchführungswegs kümmert sich der Betrieb, ebenso um die Wahl des Anbieters und des Tarifs. Arbeitnehmer müssen nur entscheiden, ob sie das Angebot ihres Arbeitgebers annehmen oder nicht.

Das klingt außerordentlich vielversprechend. Doch ÖKO-TEST wollte es genauer wissen und hat insgesamt 184 Tarife der beiden beliebtesten Durchführungswege untersucht: 76 Klassik- und 52 fondsgebundene Tarife von Direktversicherungen, 50 klassische und sechs Fondstarife von Pensionskassen. Geprüft haben wir allerdings nur Männertarife. Der Grund: Ab Dezember 2012 werden auch bei Tarifen zur Entgeltumwandlung Unisextarife Pflicht. Das wird voraussichtlich bei den Männern, nicht aber bei den Frauen, zu niedrigeren Renten führen. Hier im Heft finden Sie die Angebote für unseren 55-jährigen Musterkunden, der monatlich 175 Euro Entgelt umwandelt und mit 65 in Rente gehen will. Die Angebote für den 30-jährigen Arbeitnehmer, der jeden Monat 100 Euro Entgelt umwandelt und mit 67 in Rente geht, können Abonnenten des ÖKO-TEST-Magazins kostenlos im Internet abrufen.

Das Testergebnis

Mehr Testverweigerer als je zuvor: Nie zuvor haben so viele Anbieter versucht, sich einem Test zu entziehen. Insgesamt 39 Direktversicherer und 15 Pensionskassen wollten diesmal nicht mitmachen. Sofern möglich hat ÖKO-TEST die Angaben in diesen Fällen verdeckt erhoben.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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