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News aus dem Archiv
10. März 2009
Interview
Interview

Bio-Honig trotz Pestizide und Gen-Technologie?

Thomas Dosch ist Präsident von Bioland Deutschland.

Im ÖKO-Testbericht Honig aus dem Magazin 01/2009 war ein Bio-Honig mit Pestiziden belastet, ein anderer enthielt Pollen von gentechnisch verändertem Soja. Darüber sprach ÖKO-TEST mit Thomas Dosch, Präsident von Bioland Deutschland.

ÖKO-TEST: Kann Bio-Honig überhaupt Bio sein, wenn die Möglichkeit einer Belastung besteht?

Dosch: Bio-Honig zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass auf Stoffe, die bei der konventionellen Bienenhaltung Rückstände verursachen können, verzichtet wird. So werden gegen die Varroamilbe nur organische Mittel eingesetzt und keine pestizidhaltigen Anstriche für die Bienenwohnungen verwendet, Bienen zudem nicht mit chemischen Mitteln vertrieben und Bienenwachs, in dem der Honig reift, wird immer wieder frisch erzeugt. So findet keine Anreicherung von Schadstoffen statt. Wenn die Bienen jedoch konventionellen Raps anfliegen, kann es zu Belastungen kommen, die der Imker nicht selbst verschuldet.


ÖKO-TEST: Gerade deutscher Bio-Honig war mit Pestiziden belastet, während ausländischer Gen-Tech-Spuren enthielt ...

Dosch: Das ist keine Frage von In- oder Ausland. Überall, wo Pestizide eingesetzt werden, können diese von Bienen aufgenommen werden. Das gilt auch für die Gen-Technik, wobei die Situation in Deutschland zur Zeit noch relativ entspannt ist. Es wäre auch ökologisch unsinnig, nur noch Honig aus Australien aufs Butterbrot zu streichen. Eine standortangepasste, flächendeckende Bienenhaltung ist für das Öko-System existenziell wichtig. Etwa 35 Prozent der Nahrungsproduktion ist von der Bestäubung abhängig. Diese ist für unsere Kultur- und Wildpflanzen unersetzlich. Statt Bio-Honig infrage zu stellen, sollten wir Bio-Imker und Bio-Bauern stärken, damit Umwelt, ökologische Vielfalt und Lebensmittel vor den Einflüssen einer Intensivlandwirtschaft geschützt werden.

( em )

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.




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